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DENKEN OHNE GELÄNDER – “Freiheit“ mit Dr. Ronen Steinke & Michel Friedman

9. März | 20:00

Wo beginnt die Freiheit des Einzelnen und wo endet sie zum Schutz der Gemeinschaft? Im Jüdischen Museum Frankfurt treffen zwei der profiliertesten juristischen Köpfe Deutschlands aufeinander, um über den am meisten beanspruchten Begriff unserer Zeit zu streiten: Die Freiheit.

Die Welt ist im Wandel, alte Gewissheiten schwinden. Unter dem von Hannah Arendt inspirierten Motto „Denken ohne Geländer“ hat das Jüdische Museum eine Reihe etabliert, die den Mut zum intellektuellen Wagnis feiert. Das Setting selbst ist ein Statement: Die Gespräche finden in einer begehbaren Sitzskulptur des Künstlers Tobias Rehberger statt, die den starren Rahmen klassischer Podiumsdiskussionen aufbricht.

Zwei Juristen, eine Kernfrage

Der Gastgeber des Abends, Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, ist bekannt für seine kompromisslose Art, gesellschaftliche Wunden offenzulegen. Ihm gegenüber sitzt Dr. Ronen Steinke, leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Als promovierter Völkerstrafrechtler und Autor (u.a. über Fritz Bauer) bringt Steinke eine tiefgehende historische und rechtliche Expertise mit, wenn es um das Spannungsfeld zwischen staatlicher Macht und individueller Freiheit geht.

Warum das Thema „Freiheit“ gerade jetzt?

In einer Zeit zunehmender Polarisierung wird der Freiheitsbegriff oft als Waffe in politischen Debatten genutzt – ob bei der Digitalisierung, dem Schutz der Demokratie oder im Völkerrecht. Friedman und Steinke werden an diesem Abend ausloten:

  • Wie wehrhaft muss die Freiheit gegenüber ihren Feinden sein?
  • Welche Rolle spielt die juristische Perspektive in einer emotionalisierten Gesellschaft?
  • Was bedeutet „Denken ohne Geländer“ in einer Zeit, in der viele Menschen nach neuen Haltepunkten suchen?

Ein Abend, der keine fertigen Antworten verspricht, sondern den Prozess des Denkens selbst in den Mittelpunkt stellt – intellektuell fordernd, streitbar und zutiefst relevant.

Mehr unter: www.juedischesmuseum.de