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Bildvergrabungen: Führung mit Matthias Oppermann im Archäologischen Museum Hamburg

11. Januar | 15:00 16:00

Bild 3 vergraben in Schweiz (Oberengadin) Deutschland (Buchholz i.d.N.) Dänemark (Bornholm)

Was passiert, wenn man Kunst der Erde überlässt? Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert mit der Ausstellung „Bildvergrabungen“ ein faszinierendes Experiment an der Schnittstelle von Schöpfung und Vergänglichkeit. Der Hamburger Künstler Matthias Oppermann lädt die Besucher ein, die Spuren der Zeit auf seinen Leinwänden neu zu entdecken.

Hier erfahren Sie, warum diese Ausstellung die Grenze zwischen Kunstobjekt und archäologischem Fundstück verschwimmen lässt.

Ein radikales Experiment: Zerstörung und Transformation

Im Jahr 2017 fasste Matthias Oppermann einen ungewöhnlichen Entschluss: Er zerschnitt elf seiner fertigen Gemälde in insgesamt 48 Fragmente. Doch statt sie zu vernichten, gab er sie in die Obhut der Natur. Die Teilstücke wurden weltweit an unterschiedlichsten Orten vergraben und blieben dort über Jahre der Erde, Feuchtigkeit und organischen Prozessen ausgesetzt.

Kunst als Fundstück: Die Rückkehr ans Licht

Nach Jahren der Transformation wurden die Fragmente wieder ausgegraben. Die Ausstellung zeigt nun das Ergebnis dieses Langzeitprojekts. Die Werke wirken wie Artefakte aus einer längst vergangenen Epoche – gezeichnet durch die Einflüsse der Umgebung, in der sie ruhten. Jedes Fragment erzählt durch seine individuelle Verwitterung eine eigene Geschichte über den Ort seiner „Beisetzung“.

Dialog mit der Archäologie

Die Präsentation ist bewusst in die archäologische Dauerausstellung des Museums integriert. Dadurch entsteht eine spannungsreiche Symbiose:

  • Fragmentierung: Wie archäologische Funde sind auch Oppermanns Bilder unvollständig und werfen Fragen nach dem ursprünglichen Ganzen auf.
  • Zeitspuren: Die organischen Veränderungen spiegeln den Prozess wider, den auch antike Objekte durchlaufen haben.
  • Neue Perspektiven: Besucher entdecken, dass Kunst nicht statisch sein muss, sondern ein lebendiger, sich wandelnder Organismus sein kann.

Event-Tipp: Führung mit dem Künstler

Wer mehr über die Hintergründe und die philosophischen Fragen hinter den „Bildvergrabungen“ erfahren möchte, hat dazu am Sonntag, dem 11. Januar 2026 um 15:00 Uhr die Gelegenheit. Matthias Oppermann führt persönlich durch die Schau und erläutert seine besondere Technik sowie die globalen Stationen seines Projekts.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. April 2026 im Archäologischen Museum Hamburg zu sehen.

Archäologisches Museum Hamburg

Harburger Rathausplatz 5
21073 Hamburg, Hamburg
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