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	<title>Topographie des Terrors &#8211; museumsfernsehen</title>
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	<title>Topographie des Terrors &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Heute 19:00: Hirnforschung und NS-Verbrechen: Diskussion in der Topographie des Terrors beleuchtet das Schicksal von über 1.900 Opfern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie profitierten deutsche Forschungseinrichtungen von den <a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=nationalsozialistische+Verbrechen">nationalsozialistischen Verbrechen</a>? Eine öffentliche Diskussion am 20. Oktober 2026 in der Topographie des Terrors in Berlin widmet sich der Geschichte der Hirnforschung während der NS-Diktatur. Im Mittelpunkt stehen Tausende menschliche Gehirnpräparate, die aus dem nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem stammten und noch Jahrzehnte nach Kriegsende für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt wurden. Eine internationale Forschungsgruppe hat inzwischen die Namen und Schicksale von mehr als 1.900 Opfern rekonstruiert. Die Veranstaltung wird im Livestream übertragen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Hirnforschung im Nationalsozialismus: Wissenschaft und Verfolgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindungen zwischen wissenschaftlicher Forschung und nationalsozialistischen Gewaltverbrechen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit nur unzureichend aufgearbeitet. Besonders deutlich zeigt sich diese Geschichte am Beispiel der deutschen Hirnforschung. Während der NS-Diktatur erhielten wissenschaftliche Einrichtungen Zugang zu menschlichen Organen, die aus dem nationalsozialistischen Verfolgungs- und Tötungssystem stammten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Max-Planck-Institut_für_Hirnforschung" target="_blank" rel="noopener">Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung</a> in Berlin-Buch und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Max-Planck-Institut_für_Psychiatrie" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie</a> in München beschafften sich Tausende Gehirnpräparate, um sie wissenschaftlich zu untersuchen. Ein erheblicher Teil der Präparate stammte von Menschen, die im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmorde getötet worden waren. Die Veranstaltung in der Topographie des Terrors beschäftigt sich mit der Verantwortung der beteiligten Institutionen und der Frage, warum die Herkunft dieser Sammlungen über Jahrzehnte nicht ausreichend hinterfragt wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">NS-„Euthanasie“: Opfer der systematischen Krankenmorde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der Menschen, deren Gehirne für die Forschung verwendet wurden, waren Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen. Unter diesem verschleiernden Begriff organisierten die Nationalsozialisten die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Opfer wurden unter anderem in psychiatrischen Einrichtungen und eigens eingerichteten Tötungsanstalten ermordet. Ihre Körper und Organe konnten anschließend ohne Einwilligung der Betroffenen oder ihrer Angehörigen für medizinische Forschungszwecke genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Gehirnpräparate stammten von jüdischen und nichtjüdischen Opfern der deutschen Besatzungsherrschaft, insbesondere in Polen. Auch Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Menschen, die durch die nationalsozialistische Justiz getötet wurden, gehörten zu den Betroffenen. Die wissenschaftliche Nutzung ihrer sterblichen Überreste war damit unmittelbar mit unterschiedlichen Formen nationalsozialistischer Verfolgung verbunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von den Kaiser-Wilhelm-Instituten zur Max-Planck-Gesellschaft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gingen die historischen Sammlungen auf Einrichtungen der neu gegründeten Max-Planck-Gesellschaft über. Die Präparate wurden in den Max-Planck-Instituten für Hirnforschung und für Psychiatrie aufbewahrt und teilweise noch über Jahrzehnte für wissenschaftliche Untersuchungen verwendet. Die Herkunft vieler menschlicher Überreste und die Lebensgeschichten der Betroffenen blieben lange im Hintergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung mit diesen Beständen wirft grundlegende Fragen zur Verantwortung wissenschaftlicher Institutionen auf. Dazu gehört insbesondere, wie Forschungseinrichtungen mit menschlichen Überresten umgehen, die unter Bedingungen schwerster Menschenrechtsverletzungen gewonnen wurden. Die historische Aufarbeitung betrifft deshalb nicht nur die NS-Zeit, sondern auch den Umgang mit deren Hinterlassenschaften in der Nachkriegswissenschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Internationale Forschungsgruppe identifiziert mehr als 1.900 NS-Opfer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unabhängige internationale Gruppe von Historikerinnen und Historikern hat die Geschichte der Gehirnsammlungen im Rahmen eines von der Max-Planck-Gesellschaft finanzierten Forschungsprojekts umfassend untersucht. Dabei gelang es, die Namen und Lebensgeschichten von mehr als 1.900 Menschen zu rekonstruieren, deren Gehirnpräparate in die wissenschaftlichen Bestände gelangt waren. Die Untersuchungen machten deutlich, aus welchen Verfolgungszusammenhängen die Präparate stammten und welche institutionellen Netzwerke an ihrer Beschaffung und Nutzung beteiligt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiges Ziel der Forschung war es, den Betroffenen ihre Namen und individuellen Biografien zurückzugeben. Damit werden sie nicht länger ausschließlich als anonyme wissenschaftliche Präparate betrachtet, sondern als Menschen, die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen wurden. Die Ergebnisse schufen zugleich die Grundlage für eine würdige Bestattung der menschlichen Überreste auf dem Münchner Waldfriedhof.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gedenken und Verantwortung: Die Perspektive der Angehörigen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung in Berlin berücksichtigt ausdrücklich auch die Sichtweise von Angehörigen der Opfer. Zur Begrüßung sprechen Alison MacPhail und Carol Day aus Großbritannien. Die beiden Frauen sind Nichten eines Menschen, dessen Gehirnpräparat in den historischen Sammlungen aufbewahrt wurde. Ihre Beteiligung verdeutlicht, dass die Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen und des späteren Umgangs mit menschlichen Überresten bis in die Familiengeschichten der Gegenwart reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Angehörigen sprechen Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, und Prof. Dr. Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Die Veranstaltung verbindet damit wissenschaftshistorische Forschung mit institutioneller Verantwortung und persönlichem Gedenken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Paul Weindling und Herwig Czech diskutieren die Geschichte der NS-Hirnforschung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des Abends stehen ein Vortrag und eine anschließende Diskussion mit zwei Historikern, die sich intensiv mit der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte des Nationalsozialismus beschäftigen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Prof. Dr. Paul Weindling von der Oxford Brookes University forscht unter anderem zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus, zu Menschenversuchen und zur Identifizierung der Opfer medizinischer Verbrechen.</li>



<li>Prof. Dr. Herwig Czech von der Medizinischen Universität Wien beschäftigt sich mit der Geschichte der Medizin während der NS-Diktatur und der Beteiligung medizinischer Institutionen an Verfolgung und Gewalt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Wissenschaftler beleuchten die Entstehung, Nutzung und spätere Aufarbeitung der Gehirnsammlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Maike Rotzoll vom Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Philipps-Universität Marburg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wissenschaftliche Verantwortung und Erinnerungskultur</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erforschung der historischen Gehirnsammlungen verdeutlicht, wie eng medizinische Forschung während des Nationalsozialismus mit staatlicher Gewalt und der systematischen Entrechtung bestimmter Bevölkerungsgruppen verbunden sein konnte. Zugleich zeigt die Aufarbeitung, dass die Verantwortung wissenschaftlicher Einrichtungen nicht mit dem Ende der NS-Diktatur abgeschlossen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jahrzehntelange Aufbewahrung und Nutzung menschlicher Überreste wirft Fragen nach wissenschaftlicher Ethik, institutioneller Erinnerung und dem Umgang mit den Angehörigen der Opfer auf. Die Identifizierung der Betroffenen und die Vorbereitung ihrer würdigen Bestattung markieren wichtige Schritte einer historischen Aufarbeitung, die lange auf sich warten ließ. Die Diskussion in der Topographie des Terrors bietet Gelegenheit, die Ergebnisse der Forschung kennenzulernen und über die Verantwortung von Wissenschaft und Gesellschaft im Umgang mit den Verbrechen des Nationalsozialismus nachzudenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>
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		<title>Hirnforschung und NS-Verbrechen: Diskussion in der Topographie des Terrors beleuchtet das Schicksal von über 1.900 Opfern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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	<p class="tribe-events-schedule__datetime">
		<span class="tribe-events-schedule__date tribe-events-schedule__date--start">
			20. Oktober		</span>

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				 | 			</span>
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				19:00			</span>
		
			</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie profitierten deutsche Forschungseinrichtungen von den NS-Verbrechen? Eine öffentliche Diskussion am 20. Oktober 2026 in der Topographie des Terrors in Berlin widmet sich der Geschichte der Hirnforschung während der NS-Diktatur. Im Mittelpunkt stehen Tausende menschliche Gehirnpräparate, die aus dem nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem stammten und noch Jahrzehnte nach Kriegsende für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt wurden. Eine internationale Forschungsgruppe hat inzwischen die Namen und Schicksale von mehr als 1.900 Opfern rekonstruiert. Die Veranstaltung wird im Livestream übertragen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>


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		<title>Hören und Sprechen im Krieg: Wie kommunizierten Menschen unter NS-Herrschaft?</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/live-1900-hoeren-und-sprechen-im-krieg-wie-kommunizierten-menschen-unter-ns-herrschaft/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 23:18:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gerüchte, Flüsterpropaganda, verbotenes Wissen – wie tauschten sich Menschen im Zweiten Weltkrieg aus, wenn den offiziellen Medien nicht mehr zu trauen war? Ein neues Buch und eine Veranstaltung in Berlin [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/live-1900-hoeren-und-sprechen-im-krieg-wie-kommunizierten-menschen-unter-ns-herrschaft/">Hören und Sprechen im Krieg: Wie kommunizierten Menschen unter NS-Herrschaft?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gerüchte, Flüsterpropaganda, verbotenes Wissen – wie tauschten sich Menschen im Zweiten Weltkrieg aus, wenn den offiziellen Medien nicht mehr zu trauen war? Ein neues Buch und eine Veranstaltung in Berlin gehen dieser Frage nach.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juni 2026 um 19 Uhr präsentiert die Topographie des Terrors in Berlin gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung das Buch „Hören und Sprechen im Krieg&#8221; (2025) von Dr. Felix Berge. Die Buchpräsentation wird von Dr. Andrea Riedle kommentiert und von Prof. Dr. Dierk Hoffmann moderiert; die Begrüßung übernimmt Dr. Kristina Meyer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausgangspunkt ist ein aufschlussreicher Moment: Im Januar 1942 schlug der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS Alarm. Die Bevölkerung, so die Beobachtung, baue sich ihr eigenes Bild der Lage zusammen und übernehme „die unsinnigsten Gerüchte&#8221; kritiklos. Was das NS-Regime als Bedrohung wahrnahm, wird bei Berge zum Forschungsgegenstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Informelle Kommunikation als Überlebensstrategie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf breiter Quellenbasis untersucht Berge die Alltagskommunikation in der deutschen Gesellschaft zwischen 1939 und 1945 – als einen Prozess des Sammelns, Aneignens und Weitergebens von Informationen. Wer mehr wusste als die Nachbarn, besaß Vorteile. Informelles Wissen konnte in der Krise Orientierung geben, Souveränität verleihen und schlicht dem Überleben dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Menschen artikulierten in diesen Gesprächen nicht nur Ängste und Unsicherheiten – sie sprachen auch über Verbrechen und den Holocaust. Kommunikation unter NS-Herrschaft war damit weit mehr als harmloser Austausch: Sie war ein gesellschaftlicher Raum, in dem Wissen über das Regime und seine Verbrechen zirkulierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders aufschlussreich ist Berges Befund über das Verhältnis von Regime und Gerücht: Das NS-Regime bekämpfte „Gerüchtemacherei&#8221; nicht nur als Gefahr – es nutzte informelle Kommunikation in Form gezielter Mundpropaganda zugleich selbst als Herrschaftsinstrument.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung stellt damit auch eine hochaktuelle Frage: Was geschieht mit einer Gesellschaft, wenn das Vertrauen in Medien und offizielle Wahrheit zerfällt – und wie strukturiert informelle Kommunikation das soziale Gefüge in der Krise?</p>



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		<title>Das Wissen der Alliierten über den Holocaust</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/heute-1900-das-wissen-der-alliierten-ueber-den-holocaust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 23:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stiftung Topographie des Terrors]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors lädt am 2. Juni 2026 zu einer Abendveranstaltung über das Wissen der Alliierten zum Holocaust ein. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag des Historikers Michael Fleming, moderiert von Elizabeth Harvey.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgehend vom deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 – einem entscheidenden Wendepunkt für die systematische Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden – untersucht der Vortrag, wann und in welchem Umfang die Alliierten über den Holocaust informiert waren. Bereits 1941 berichteten britische und amerikanische Medien über Massenerschießungen, und im Dezember 1942 verurteilten alliierte Staaten den nationalsozialistischen Völkermord öffentlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fleming analysiert anhand zeitgenössischer Berichte, insbesondere aus Polen, wie Informationen über Verbrechen in den besetzten Gebieten, einschließlich der Vernichtungslager, nach Großbritannien und in die USA gelangten. Dabei wird deutlich, dass Wissen über den Holocaust zwar vorhanden war, jedoch unterschiedlich verarbeitet, verbreitet oder auch zurückgehalten wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Fokus liegt auf den Mechanismen der Informationspolitik: Propaganda- und Nachrichtenagenturen spielten eine zentrale Rolle bei der Weitergabe von Wissen an Regierungen und Öffentlichkeit. Gleichzeitig zeigt der Vortrag, dass bestimmte Informationen – etwa über das Lager Auschwitz-Birkenau – nicht vollständig kommuniziert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung beleuchtet damit die komplexe Frage nach Wahrnehmung, Deutung und politischem Umgang mit Wissen über den Holocaust während des Zweiten Weltkriegs.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Der Holocaust. Was wussten die Deutschen – und wie verhielten sie sich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 23:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stiftung Topographie des Terrors]]></category>
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		<category><![CDATA[Was wussten die Deutschen vom Holocaust?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupteten viele Deutsche, nichts von den Massenmorden während der NS-Zeit gewusst zu haben. So wollten sie sich dem Vorwurf entziehen, für die [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupteten viele Deutsche, nichts von den Massenmorden während der NS-Zeit gewusst zu haben. So wollten sie sich dem Vorwurf entziehen, für die Verbrechen mitverantwortlich zu sein. Bis heute beschäftigt viele Menschen die Frage, was die Deutschen tatsächlich wussten und wie sie sich verhielten. Welche Informationen über den Holocaust waren im Deutschen Reich zugänglich? Was nahmen die Deutschen wahr, die nicht direkt an den Taten beteiligt waren und nicht selbst verfolgt wurden? Wie verbreiteten sich damals entsprechende Informationen und Gerüchte? Und was machten einzelne Menschen mit ihrem Wissen? Dies sind zentrale Fragen der Ausstellung, die im Zentrum des Podiumsgesprächs von Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Podium:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Prof. Dr. Bernward Dörner</li>



<li>Prof. Dr. Mary Fulbrook</li>



<li>Prof. Dr. Peter Longerich </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Moderation: Dr. Christian Schmittwilken</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>


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		<title>Macht auf Zeit. Die Gestapo München</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/macht-auf-zeit-die-gestapo-muenchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 23:22:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 entstand unter Reinhard Heydrich in München die erste schlagkräftige Politische Polizei. Ihre Zusammenarbeit mit der SS wurde zum Modell für den Aufbau des Terrorapparats [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 entstand unter Reinhard Heydrich in München die erste schlagkräftige Politische Polizei. Ihre Zusammenarbeit mit der SS wurde zum Modell für den Aufbau des Terrorapparats im gesamten Deutschen Reich. Als Heydrich 1934 Leiter der preußischen Geheimen Staatspolizei wurde, wechselten mit ihm etwa 40 Mitarbeiter nach Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Buch »Macht auf Zeit« (2025) rekonstruiert Erich Kasberger Organisation und Personal der Politischen Polizei. In den Blick genommen werden die Verwaltungs- und Verfolgungspraxis der Münchner Gestapo, aber auch Themen wie Korruption und Bereicherung als Teil der Herrschaftspraxis. Deutlich wird, wie sehr die Gestapo über ihre Beamten und Angestellten in der Stadtgesellschaft verankert war. Dargestellt wird zudem die Rolle von Münchner Gestapo-Angehörigen während des Zweiten Weltkriegs, unter ihnen einige, die Leiter von Einsatzkommandos in den besetzten Ostgebieten waren. Der letzte Teil der Studie berichtet über Neuanfänge ehemaliger Gestapo-Angehöriger als »Spezialisten« der neu gegründeten Nachrichtendienste nach 1945 und die Strafverfolgung in der Nachkriegszeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>
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		<item>
		<title>Die Abschottung der Welt: Wenn Rettung an Grenzen scheitert</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/die-abschottung-der-welt-wenn-rettung-an-grenzen-scheitert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 00:10:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Susanne Heim]]></category>
		<category><![CDATA[Topographie des Terrors]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein“ – nach dieser grausamen Devise trieb das NS-Regime die jüdische Bevölkerung in die Flucht. Doch während der Druck im Inneren stieg, riegelten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/die-abschottung-der-welt-wenn-rettung-an-grenzen-scheitert/">Die Abschottung der Welt: Wenn Rettung an Grenzen scheitert</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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<iframe loading="lazy" title="Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933–1945" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/DX0YcVOpjrc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein“ – nach dieser grausamen Devise trieb das NS-Regime die jüdische Bevölkerung in die Flucht. Doch während der Druck im Inneren stieg, riegelten die potenziellen Zufluchtsstaaten ihre Grenzen ab. In der Topographie des Terrors beleuchtet die Historikerin Susanne Heim am 24. Februar 2026 die globalen Barrieren, die den Weg in die Freiheit versperrten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem brandneuen Buch <strong>„Die Abschottung der Welt“ (2026)</strong> analysiert PD Dr. Susanne Heim ein düsteres Kapitel der internationalen Diplomatie: Das kollektive Versagen der freien Welt angesichts der jüdischen Flüchtlingsnot zwischen 1933 und 1945. Moderiert wird der Abend von <strong>Dr. Eva-Maria Schnurr (DER SPIEGEL)</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Echo von Évian: Ein Gipfel der Gleichgültigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Aspekt des Vortrags ist die Konferenz von Évian im Juli 1938. Trotz der prekären Lage nach dem „Anschluss“ Österreichs blieb die Hilfe aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Diplomatische Starre:</strong> 32 Staaten berieten über die Aufnahme von Verfolgten, doch fast alle erklärten ihre Kapazitäten für erschöpft.</li>



<li><strong>Abschottung als System:</strong> Susanne Heim zeigt auf, wie potenzielle Zufluchtsstaaten mit jedem Expansionsschritt des NS-Staates ihre Grenzen noch enger zogen.</li>



<li><strong>Illegale Odysseen:</strong> Da reguläre Visa kaum zu erhalten waren, blieb oft nur der lebensgefährliche Weg über seeuntüchtige Boote und die Hilfe von Fluchthelfern.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Vom Exil-Verbot zum Massenmord</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung von Susanne Heim verdeutlicht die tödliche Kausalität: Die internationale Abschottung spielte den Nationalsozialisten in die Hände. Als die legale Emigration schließlich verboten wurde, war der Weg in den organisierten Massenmord bereits geebnet. Die Geschichte der Shoah ist somit untrennbar mit der Geschichte der globalen Gleichgültigkeit verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>


<div class="taxonomy-tribe_events_cat wp-block-post-terms"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/termine/kategorie/buchvorstellung/" rel="tag">Buchvorstellung</a><span class="wp-block-post-terms__separator">, </span><a href="https://www.museumsfernsehen.de/termine/kategorie/diskussionsveranstaltung/" rel="tag">Diskussionsveranstaltung</a></div>

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		<title>Mythos vs. Realität: Die Wehrmacht als „Armee des Rückzugs“</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/heute-1900-mythos-vs-realitaet-die-wehrmacht-als-armee-des-rueckzugs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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<iframe loading="lazy" title="LIVE: Armee des Rückzugs. Die Wehrmacht an der Ostfront 1941–1945" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/zLiiiIH1Nh4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der deutschen Erinnerungskultur dominieren oft die Bilder der „Blitzkriege“ und frühen Siege der Wehrmacht. Doch die nackten Zahlen sprechen eine andere Sprache: Von den 47 Monaten des Krieges gegen die Sowjetunion befanden sich die deutschen Truppen über 30 Monate lang auf dem Rückzug. Am 17. Februar 2026 stellt der Historiker Christian Stein in der Topographie des Terrors in Berlin seine wegweisende Analyse dieses langsamen Untergangs vor.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Basierend auf seinem 2025 erschienenen Werk <em>„Armee des Rückzugs“</em> räumt Christian Stein mit der einseitigen Fokussierung auf die deutsche Offensive auf. Er lenkt den Blick auf die Zeit ab der Jahreswende 1941/42, über das Fanal von Stalingrad bis zur endgültigen Kapitulation 1945.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine neue Geschichte der Niederlage</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Stein nutzt den Rückzug als Leitschnur, um die Transformation der Wehrmacht zu untersuchen. Dabei stehen vier zentrale Säulen im Fokus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Konzepte &amp; Praktiken:</strong> Wie plante und vollzog eine Armee, die auf den Angriff gedrillt war, ihre Defensivbewegungen?</li>



<li><strong>Wahrnehmung:</strong> Wie veränderte sich das Selbstbild der Soldaten und der Führung angesichts der permanenten Weichenstellung Richtung Westen?</li>



<li><strong>Die Taktik der „Verbrannten Erde“:</strong> Der Rückzug war keine rein militärische Bewegung, sondern eine Fortsetzung des Vernichtungskrieges mit anderen Mitteln.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Vernichtung im Rückwärtsgang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Aspekt von Steins Forschung ist die Entlarvung der zerstörerischen Dynamik des deutschen Rückzugs. Das Bild der „sauberen Wehrmacht“, die lediglich militärisch unterlag, wird hier dekonstruiert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Entvölkerung &amp; Raub:</strong> Auf ihrem Weg zurück hinterließ die Wehrmacht weite Teile Osteuropas als verwüstetes Ödland.</li>



<li><strong>Zerstörung der Lebensgrundlagen:</strong> Zehntausende Dörfer und Städte wurden planmäßig dem Erdboden gleichgemacht.</li>



<li><strong>Menschliches Leid:</strong> Hunderttausende Zivilisten verloren ihr Leben, Millionen wurden zur Zwangsarbeit verschleppt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Christian Stein macht deutlich: Der Vernichtungskrieg endete nicht mit dem Verlust der Initiative. Er intensivierte sich vielmehr in der rücksichtslosen Zerstörung jener Gebiete, die man nicht mehr halten konnte. Ein Vortrag, der die deutsche Militärgeschichte an einem ihrer schmerzhaftesten und notwendigsten Punkte hinterfragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Täter vor Gericht: Die Karriere des Vernichtungslager-Kommandanten Franz Stangl</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/heute-1900-taeter-vor-gericht-die-karriere-des-vernichtungslager-kommandanten-franz-stangl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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<iframe loading="lazy" title="LIVE: Franz Stangl. Kommandant der Vernichtungslager Sobibor und Treblinka" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/VcmL8IJLyIQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Er war verantwortlich für den Tod von Hunderttausenden, doch es dauerte Jahrzehnte, bis er sich verantworten musste. In der Dokumentationsstätte Topographie des Terrors beleuchtet der Historiker Dr. Florian Gregor die schockierende Laufbahn von Franz Stangl – dem einzigen Kommandanten eines Vernichtungslagers, der jemals vor einem deutschen Gericht stand.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Biografie von Franz Stangl (1908–1971) liest sich wie eine Chronik der Radikalisierung innerhalb des NS-Apparats. Sein Weg führte ihn von der bürokratischen Vorbereitung des Terrors bis an die Spitze der effizientesten Tötungsmaschinerien des „Dritten Reiches“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Karriere der Vernichtung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Florian Gregor zeichnet in seinem Vortrag die Stationen eines Aufstiegs nach, der konsequent auf Massenmord basierte:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Die Anfänge:</strong> Dienst im „Judenreferat“ der Gestapo Linz und Beteiligung an der „Euthanasie“-Aktion T4 in der Tötungsanstalt Hartheim.</li>



<li><strong>Die Kommandantur:</strong> Leitung der Vernichtungslager <strong>Sobibor</strong> und <strong>Treblinka</strong> (1942/43), wo er die industrielle Ermordung europäischer Juden koordinierte.</li>



<li><strong>Kriegsende in Italien:</strong> Einsatz zur Partisanenbekämpfung und Judenverfolgung in der Operationszone Adriatisches Küstenland.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Flucht nach Brasilien und späte Gerechtigkeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Krieg gelang Stangl die Flucht über die sogenannte „Rattenlinie“ nach Südamerika. Erst 1967 wurde er in Brasilien aufgespürt und an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert. Der Prozess vor dem Landgericht Düsseldorf (1970) war ein Meilenstein der deutschen Rechtsgeschichte. Stangl wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, verstarb jedoch in der Haft, noch bevor das Urteil rechtskräftig werden konnte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einordnung und Diskussion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Moderation von <strong>Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt</strong> geht der Abend der Frage nach, wie ein durchschnittlicher Polizeibeamter zum effizienten Verwalter des Todes werden konnte und welche Rolle die späten NS-Prozesse für das heutige Verständnis von Täterschaft und Verantwortung spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>
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		<title>Public History trifft Comic-Kunst: Ein Podium über NS-Geschichte und Bildsprache</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/heute-1900-public-history-trifft-comic-kunst-ein-podium-ueber-ns-geschichte-und-bildsprache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 05:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Podiumsgespräch „Der Nationalsozialismus im Comic“ beleuchtet ein faszinierendes, zugleich sensibles Thema: die Darstellung der NS-Zeit in Comics und Graphic Novels. Seit Art Spiegelmans bahnbrechendem Werk „Maus. Die Geschichte eines [&#8230;]</p>
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<iframe loading="lazy" title="Der Nationalsozialismus im Comic" width="1104" height="621" src="https://www.youtube.com/embed/xaM3TI26v7I?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Podiumsgespräch <strong>„Der Nationalsozialismus im Comic“</strong> beleuchtet ein faszinierendes, zugleich sensibles Thema: die Darstellung der NS-Zeit in Comics und Graphic Novels. Seit <strong>Art Spiegelmans bahnbrechendem Werk „Maus. Die Geschichte eines Überlebenden“ (1986)</strong> hat sich der Comic zu einem anerkannten Medium der Geschichtsdarstellung entwickelt. Immer mehr Autor:innen nutzen die visuelle Sprache des Comics, um historische Ereignisse emotional wie intellektuell zugänglich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Christine Gundermann</strong>, Professorin für Public History an der Universität zu Köln, gibt in ihrem Vortrag einen fundierten Überblick über die Geschichte und Entwicklung des Geschichtscomics. Sie zeigt, wie Comics zur Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Trauma und Geschichtsbewusstsein beitragen können – gerade in der Vermittlungsarbeit von Gedenkstätten und Museen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Künstler:innen <strong>Hannah Brinkmann</strong> und <strong>David von Bassewitz</strong> geben persönliche Einblicke in ihre Arbeit. Brinkmann thematisiert in <strong>„Gegen mein Gewissen“ (2017)</strong> und <strong>„Zeit heilt keine Wunden“ (2024)</strong> den Nationalsozialismus, individuelle Verantwortung und die Aufarbeitung familiärer Geschichte. Von Bassewitz, Illustrator und Künstler, verbindet in <strong>„Stockhausen. Der Mann, der vom Sirius kam“ (2022)</strong> Kunst und Biografie und gestaltet derzeit Illustrationen für die Ausstellung <strong>„Die Nazis waren ja nicht einfach weg“</strong> im Dokumentationszentrum <strong>Topographie des Terrors</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gespräch wird moderiert von <strong>Dr. Stephanie Bohra</strong>. Gemeinsam diskutieren die Teilnehmenden, welche Chancen und Herausforderungen Comics in der Geschichtsvermittlung bieten – zwischen Kunst, Erinnerung und Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://topographie.de" target="_blank" rel="noopener">topographie.de</a></p>
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