Das Fränkische Schweiz-Museum hat in Zusammenarbeit mit der Wildnisschule Teutoburger Wald eine faszinierende Videoserie veröffentlicht, die die Entwicklung der Steinzeitwerkzeuge über Hunderttausende von Jahren zeigt. Hier ist die Zusammenfassung der beiden Folgen:
Teil 1: Der Faustkeil – Das „Schweizer Taschenmesser“ der Urzeit
Im ersten Video steht der Faustkeil im Mittelpunkt, das prägende Werkzeug des Homo erectus vor etwa 600.000 Jahren.
- Herstellung: Jens zeigt, wie ein Faustkeil aus Feuerstein (Flint) gefertigt wird. Feuerstein wird gewählt, weil er kontrolliert bricht und Kanten so scharf wie Stahl bilden kann.
- Technik: Mit einem runden Hammerstein aus Flussgeröll werden durch gezielte Schläge muschelförmige Abschläge erzeugt. Dabei arbeitet man sich entlang einer Mittellinie vor, um eine umlaufende Schneide und eine Spitze zu formen.
- Vielseitigkeit: Ein fertiger Faustkeil dient zum Hacken, Schneiden und Schaben.
- Wichtiger Hinweis: Das Bearbeiten von Feuerstein erzeugt Splitter, die so scharf wie Glas sind. Das Tragen von Schutzkleidung (Lederschürze, Handschuhe, Schutzbrille) ist daher unerlässlich!
Von der Steinzeit-Technik zur Perfektion: Werkzeugherstellung im Fokus
Das Fränkische Schweiz-Museum hat in Zusammenarbeit mit der Wildnisschule Teutoburger Wald eine faszinierende Videoserie veröffentlicht, die die Entwicklung der Steinzeitwerkzeuge über Hunderttausende von Jahren zeigt. Hier ist die Zusammenfassung der beiden Folgen:
Teil 1: Der Faustkeil – Das „Schweizer Taschenmesser“ der Urzeit
Im ersten Video steht der Faustkeil im Mittelpunkt, das prägende Werkzeug des Homo erectus vor etwa 600.000 Jahren.
- Herstellung: Jens zeigt, wie ein Faustkeil aus Feuerstein (Flint) gefertigt wird. Feuerstein wird gewählt, weil er kontrolliert bricht und Kanten so scharf wie Stahl bilden kann.
- Technik: Mit einem runden Hammerstein aus Flussgeröll werden durch gezielte Schläge muschelförmige Abschläge erzeugt. Dabei arbeitet man sich entlang einer Mittellinie vor, um eine umlaufende Schneide und eine Spitze zu formen.
- Vielseitigkeit: Ein fertiger Faustkeil dient zum Hacken, Schneiden und Schaben.
- Wichtiger Hinweis: Das Bearbeiten von Feuerstein erzeugt Splitter, die so scharf wie Glas sind. Das Tragen von Schutzkleidung (Lederschürze, Handschuhe, Schutzbrille) ist daher unerlässlich!
Teil 2: Von Klingen zu Beilen – Innovation durch Materialknappheit
In der Fortsetzung wird die Entwicklung von vor 200.000 Jahren bis zum Beginn des Ackerbaus vor ca. 7.500 Jahren beleuchtet.
- Abschlagstechnik der Neandertaler: Da große Feuersteine seltener wurden, erfanden die Neandertaler die Abschlagstechnik. Statt eines einzigen Faustkeils gewannen sie aus einem Kernstein 20 bis 50 scharfe Klingen für Messer. Hierfür wird oft ein Schlägel aus Geweih genutzt, um feiner arbeiten zu können.
- Mikrolithen: Vor 20.000 Jahren verkleinerten moderne Menschen die Werkzeuge noch weiter zu winzigen „Ministeinen“ (Mikrolithen), um das knappe Material optimal zu nutzen.
- Die Revolution der Ackerbauern: Vor etwa 7.500 Jahren begannen die Menschen mit echtem Bergbau (bis zu 10 m tiefe Schächte), um an Material wie Amphibolit zu gelangen.
- Neue Techniken: In der Jungsteinzeit lernten die Menschen zudem:
- Sägen: Mit einer nassen Schnur und Sand.
- Bohren: Mit Holzstäben und Sand.
- Schleifen: Auf Sandstein, um glatte Beile herzustellen, die modernen Werkzeugen bereits sehr ähnlich sehen.
Mehr unter: www.fsmt.de





