Carl Friedrich Lessing: Johann Hus zu Konstanz, 1842, Städel Museum, Frankfurt am Main.

Dieses Gemälde polarisierte: Zwischen „Krone aller Gemälde“ und „gute Empfehlung für Motten und Wanzen“ wechselte das Urteil. Es zeigt den Prediger Johannes Hus 1415 vor dem Konzil in Konstanz beim Verteidigen seiner Lehre. Die Heroisierung des religiösen Widerstands überstieg die Toleranz des ersten Städel-Direktors Philipp Veit. Erzürnt über den Ankauf des Gemäldes trat er zurück. Im politisch bewegten deutschen Vormärz (1815 – 1848) weckte Lessings Gemälde starke Emotionen. Viele sahen darin eine Vorahnung der revolutionären Ereignisse von 1848.

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