Im Grußwort erklärt Markus Hilgert, wie nah dieses Spiel an den aktuellen politischen Bemühungen von Bund und Ländern um den Kulturgutschutz ist.

Am 2. Mai 2022 wurde erstmal das Brettspiel „Taskforce: Saving Antiquities“ im Rahmen eines Spielnachmittags in der James-Simon-Galerie in Berlin vorgestellt. Taskforce: Saving Antiquities“ ist ein Brettspiel, mit dem spielerisch Kulturgutschutz gelernt wird. Prof. Dr. Markus Hilgert hat die Präsentation, die von der Kulturstiftung der Länder gefördert wurde, mit einem Grußwort eröffnet.

Entwickelt wurde das Spiel im Rahmen des von der Volkswagen Stiftung gefördeten Projekts „Saving Antiquities“ des Berliner Antike-Kollegs, des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin sowie des Studiengangs Game Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Mit dem kooperativen Brettspiel „Taskforce: Saving Antiquities“ werden Handlungsspielräume und Entscheidungsstrukturen simuliert, die für die Arbeit mit Kulturgut grundlegend sind. Die Spielerinnen und Spieler lernen die komplexen Prozesse von der Bewahrung bis zur Rückgabe von Kulturgütern kennen und stellen sich den Kernfragen des Kulturgutschutzes, wie „Wer engagiert sich für den Schutz? Welche Kompetenzen sind gefragt, wenn die Echtheit eines Objekts geprüft werden muss? Wer recherchiert die Objektgeschichte?“

ILLICID
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wurden von 2015 bis 2018 wissenschaftliche Methoden zur Beschreibung und Analyse des Handels mit archäologischen Kulturgütern in Deutschland entwickelt und erprobt. 2020 veröffentlichte das ILLICID-Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Markus Hilgert einen Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen. Eine der Handlungsempfehlungen benennt die Schärfung des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins für die Bedeutung von Kulturgütern, für deren Gefährdungen und für die besondere Verantwortung der im Kulturguthandel aktiven Institutionen und Akteure. Die Bewusstseinsbildung soll durch öffentlichkeitswirksame Kampagnen und Vermittlungsformate, die Erweiterung entsprechender Schul-, Studien-, Aus- und Weiterbildungscurricula sowie die verstärkte Erforschung und Veröffentlichung von Provenienzen vorangetrieben werden.

Weitere Informationen zu ILLICID: www.kulturstiftung.de/illicid/

NEXUD
Die Kulturstiftung der Länder realisiert seit 2021 zusammen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien das „Kompetenznetzwerk Kulturgutschutz in Deutschland – NEXUD“. In einer Pilotphase von zunächst drei Jahren bündelt NEXUD eine Vielfalt hochspezialisierter wissenschaftlicher Kompetenzen an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und kulturgutbewahrenden Einrichtungen. Bundes- und Landesbehörden wird mit NEXUD künftig ein systematisierter Zugriff auf eine breitgefächerte, wissenschaftliche Expertise ermöglicht, um antikes oder archäologisches Kulturgut zügig verifizieren zu können.

Weitere Informationen zu NEXUD: www.kulturstiftung.de/nexud/

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