Seeing Words, Reading Images: Eine Besucherin und das Werk, das sie berührt hat

218 Muttersprachen, ein einziges Wort pro Sprache – und eine Besucherin, die darin ihre eigene Geschichte wiederfindet. Das PalaisPopulaire lässt sein Publikum sprechen.

Was bedeutet Sprache? Für Irem, Besucherin der aktuellen Ausstellung „Seeing Words, Reading Images” im PalaisPopulaire Berlin, hat diese Frage eine persönliche Antwort – und ein Kunstwerk, das sie auf Anhieb berührt hat: „wordsearch” (2002) von Karin Sander.

Für dieses Werk ließ Sander 218 in New York gesprochene Muttersprachen durch jeweils ein einziges, von Native Speakern ausgewähltes Wort repräsentieren – und übersetzte dieses Wort in alle anderen Sprachen. Was entstand, ist ein stiller, kraftvoller Appell für kulturelle Vielfalt: eine Karte der sprachlichen Welt, verdichtet auf das Wesentlichste. Ein Wort. 218 Sprachen. Unzählige Bedeutungen.

In der Videoserie „Our Favourites” stellen Besuchende, Kooperationspartnerinnen und Mitarbeitende des PalaisPopulaire Werke aus der aktuellen Ausstellung vor, die sie persönlich bewegt haben. Irem erzählt, was Sprache für sie bedeutet – und warum gerade dieses Werk sie trifft.

„Seeing Words, Reading Images” widmet sich dem Zusammenspiel von Schrift und Bild – von Handschrift und Kalligrafie bis zur Typografie – und zeigt schriftbasierte Kunst als Medium globaler Verständigung zwischen Poesie, politischer Kritik und Geschichte.

Mehr unter: palaispopulaire.db.com

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