Am letzten Tag seiner Ausstellung „Paradaidha” sprach der niederländische Maler Robert Zandvliet über seine Arbeitsweise – und darüber, warum Landschaftsmalerei heute ganz anders beginnt als man denkt.
Großformat, Farbfeld, idealisierte Natur
Mit seiner aktuellen Serie „Paradaidha” zeigt der niederländische Maler Robert Zandvliet in der Kunsthalle Darmstadt großformatige Farbfeldmalereien, die ein Fenster in eine idealisierte, nicht abgebildete Natur öffnen. Die Werke sind keine Abbilder von Landschaften – sie sind Verdichtungen einer Idee davon. Am 29. August 2026, einen Tag vor Ausstellungsende, nutzten Kunsthalle und Publikum die besondere Gelegenheit eines Künstlergesprächs, um tiefer in Zandvliets Denken und Arbeitsprozess einzutauchen.
Nicht Studie, sondern Idee: Ein ungewöhnlicher Ausgangspunkt
Was Zandvliets Praxis von klassischer Landschaftsmalerei unterscheidet, ist ihr Ausgangspunkt. Nicht das Studium der Natur steht am Beginn seiner Bilder, sondern die Idee eines Gegenstands – eine konzeptuelle Vorentscheidung, aus der heraus die Abstraktion sich Schritt für Schritt bis zur Ausführung auf der Leinwand entfaltet. Wie genau dieser Prozess verläuft, welche Entscheidungen er unterwegs trifft und wie klassische Gattungen wie die Landschaftsmalerei dabei neu formuliert werden, war Kern des Gesprächs.
Ein Gespräch auf Augenhöhe
Sein Gesprächspartner war Dr. Invar-Torre Hollaus, Dozent für Bildgeschichte und Bildtheorie an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), der sich intensiv mit Zandvliets aktuellem Schaffen auseinandergesetzt hat. Erst kürzlich erschien von ihm ein Beitrag über den Künstler im renommierten New Yorker Kunstmagazin „The Brooklyn Rail” – ein Beleg für die internationale Aufmerksamkeit, die Zandvliets Werk derzeit erfährt. Kunsthallen-Direktor Dr. León Krempel begrüßte beide Gäste zu dem Dialog am Samstagnachmittag.
Ein Abschluss, der öffnet
Das Künstlergespräch vom 29. August 2026 liegt nun als Aufzeichnung vor – und macht damit einen Dialog zugänglich, der weit über den Ausstellungsraum hinausweist: als Einladung, Malerei nicht nur zu sehen, sondern zu verstehen, wie sie entsteht.
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