Pan African Worldmaking: Adom Getachew und die Neuregelung der Welt im MARKK

Der postkoloniale Diskurs bekommt prominenten Besuch: Mit Adom Getachew empfängt das MARKK (Museum am Rothenbaum) eine der international einflussreichsten Vordenkerinnen der politischen Theorie. Die Wissenschaftlerin der University of Chicago bringt eine Perspektive nach Hamburg, die weit über die bloße Aufarbeitung der Vergangenheit hinausgeht.

Hier erfahren Sie, warum dieser Termin für die Debatte um Raubkunst und globale Gerechtigkeit so wichtig ist.

Von der Utopie zur Realpolitik

Adom Getachew sorgte zuletzt mit ihrem Werk »Die Welt nach den Imperien. Aufstieg und Niedergang der postkolonialen Selbstbestimmung« (2022) für Aufsehen. Darin argumentiert sie, dass die antikolonialen Kämpfe des 20. Jahrhunderts mehr waren als nur das Streben nach nationaler Unabhängigkeit – sie waren der Versuch eines »Worldmaking«, einer grundlegenden Neugestaltung der globalen Ordnung.

Das Gespräch: Was in der Restitutions-Debatte fehlt

Im MARKK trifft Theorie auf Museumspraxis. Im Vortrag und dem anschließenden Gespräch mit Kurator Gabriel Schimmeroth wird Getachew den Bogen von ihrem theoretischen Konzept des »Worldmaking« hin zu ihrer kuratorischen Arbeit an der Ausstellung »Project a Black Planet« schlagen.

Besonders spannend für das deutsche Publikum: Getachew wird analysieren, welche Aspekte in den hiesigen, oft hitzigen Debatten um Raubkunst und Wiedergutmachung bisher übersehen werden. Es geht um die Leerstelle zwischen symbolischer Rückgabe und echter struktureller Veränderung.

Mehr unter: markk.de

Museumskalender

Bild mit der Aufschrift "Museumsnachrichten". Link zu den Nachrichtentexten auf museumsfernsehen.de

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