Mit Pour Noubia präsentiert das Marta Herford die bislang umfassendste Ausstellung von Mohamed Bourouissa (*1978, Blida/Algerien) in Deutschland. Der international anerkannte Künstler setzt sich in seinen Arbeiten mit den Nachwirkungen von Kolonialismus, Exil und sozialer Ungleichheit auseinander – immer ausgehend von persönlichen, von Würde und Nähe geprägten Erzählungen.
Im Zentrum der Schau steht eine Hommage an seine Tante Noubia: ein filmisches Porträt, das auf ihrem privaten Archiv basiert und Familiengedächtnis, koloniale Geschichte und künstliche Intelligenz miteinander verknüpft.
Der Ausstellungsrundgang führt von Paris und seinen Vororten bis nach Blida in Algerien und thematisiert Polizeigewalt, postkoloniale Traumata und Formen alltäglicher Selbstbehauptung. Bourouissas Werke machen sichtbar, was oft unsichtbar bleibt, und eröffnen Räume für Erinnerung, Resilienz und Heilung.
Rund 30 Werke – darunter Videoarbeiten, Fotografien, Skulpturen, Installationen und Wandobjekte – entfalten in den Gehry-Galerien eine sensible Kartografie postkolonialer Erfahrung.
Gastkuratorin: Oriane Durand
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