Das SCHAUWERK Sindelfingen widmet Mario Schifano (1934–1998), einem der prägendsten italienischen Künstler des 20. Jahrhunderts, die erste Museumsausstellung in Deutschland. Die Schau „When I remember“ präsentiert über 80 Werke – von Malerei bis Film – und beleuchtet ein Œuvre, das von den wilden 60ern, Andy Warhol und innerer Zerrissenheit erzählt.
Das SCHAUWERK Sindelfingen öffnet mit der Ausstellung „MARIO SCHIFANO. When I remember“ das künstlerische Universum des italienischen Meisters Mario Schifano. Die Retrospektive zeigt die gesamte Bandbreite seines Schaffens, von den frühen 1960er Jahren bis zu seinem letzten Lebensabschnitt in den 1990ern.
Über 80 Werke unterschiedlichster Gattungen – darunter Malerei, Collage, Zeichnung, Film und Fotografie – veranschaulichen die experimentelle und nahezu unerschöpfliche Bandbreite seiner verwendeten Materialien und Techniken.
New York, Vietnam und The Rolling Stones
Schifanos Werke sind tief in seiner Biografie und den zeitgeschichtlichen Umbrüchen verankert. Sein Œuvre reflektiert:
- Die wilden 1960er Jahre und das Aufbruchsgefühl der Epoche.
- Die politischen Spannungen wie den Vietnamkrieg.
- Seine prägenden Begegnungen mit The Rolling Stones.
- Das Eintauchen in die New Yorker Kunstszene um Ikonen wie Andy Warhol.
Doch seine Kunst ist mehr als nur eine Dokumentation der Zeit; sie ist eine tief persönliche Geschichte über Erfolg und Scheitern, Leidenschaft und innere Zerrissenheit.
Fokus: Medienwelt und Mick Jagger
Ein besonderer Fokus liegt auf Schifanos Auseinandersetzung mit der medialen Welt:
- Film vs. Malerei: Erstmals wird sein Film Umano non umano – in dem unter anderem Mick Jagger und Keith Richards zu sehen sind – seinen Paesaggi TV gegenübergestellt. Für diese übertrug Schifano Fernseherstandbilder in Malerei und Fotografie.
Die Retrospektive entstand in enger Zusammenarbeit mit der Fondazione Marconi (Mailand) und dem Archivio Mario Schifano (Rom). Sie vereint bedeutende, teils noch nie gezeigte Leihgaben aus internationalen Privatsammlungen und Museen mit Werken aus der Sammlung Schaufler.
Mehr unter: www.schauwerk-sindelfingen.de






