Louise Nevelson – Die Poesie des Suchens im Museum Wiesbaden

Im Jahr 2025 jährt sich die legendäre Wiesbadener Ausstellung Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts zum 35. Mal – eine Schau, die auch Werke der amerikanischen Bildhauerin Louise Nevelson (1899 bei Kiew – 1988 New York) präsentierte. Nun widmet das Museum Wiesbaden der einflussreichen Künstlerin eine große Einzelausstellung, die ihre unverwechselbare Bildsprache in den Mittelpunkt stellt und zugleich einen neuen Blick auf ein bislang wenig bekanntes Kapitel ihres Schaffens wirft: die Collagen.

Nevelson, eine der bedeutendsten Künstlerinnen der amerikanischen Nachkriegsmoderne, wurde berühmt für ihre monumentalen Assemblagen aus gefundenen Materialien – poetische Konstruktionen aus Holz, die sie meist monochrom in Schwarz, Weiß oder Gold fasste. In ihren Arbeiten verband sie architektonische Strenge mit intuitiver Komposition und formte aus Alltagsobjekten kraftvolle Sinnbilder des Suchens und Zusammenfügens.

Internationale Anerkennung erlangte Louise Nevelson durch ihre Teilnahme an der Biennale di Venezia (1962) und an der documenta in Kassel (1964, 1968). Ihre Kunst gilt als frühe, feministische Behauptung innerhalb der männlich dominierten Kunstszene ihrer Zeit – und als Plädoyer für die Schönheit des Fragmentarischen.

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