Ein kräftiger Impuls für die deutsche Kulturlandschaft: Die Kulturstiftung des Bundes weitet ihr wegweisendes Förderprogramm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ aus. Mit weiteren 10 Millionen Euro sollen bis zu 20 Kultureinrichtungen dabei unterstützt werden, radikale Transformationsprozesse umzusetzen und zukunftsfähige Organisationsformen zu etablieren.
In einer Zeit, in der Museen, Theater und Konzerthäuser vor massiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen stehen, setzt das Programm „Übermorgen“ auf mutige Zukunftsmodelle. Gefördert werden keine kurzfristigen Projekte, sondern tiefgreifende Veränderungen in der DNA der Institutionen – von innovativen Führungsstrukturen bis hin zu neuen Finanzierungsmodellen.
Wer kann sich bewerben?
Das Programm richtet sich an Kulturinstitutionen in deutschen Großstädten (über 100.000 Einwohner). Besonders ist dabei die Öffnung des Programms: Auch Häuser, die nicht an der ersten Konzeptphase teilgenommen haben, sind ab Herbst 2026 antragsberechtigt.
Die Eckpunkte der Förderung:
- Fördervolumen: 300.000 bis 600.000 Euro pro Institution.
- Laufzeit: Juli 2027 bis Dezember 2030.
- Fokus: Nachhaltige Transformation, neue Organisationsformen, spartenübergreifende Kooperation und gesellschaftliche Öffnung.
- Kofinanzierung: 20 Prozent der Mittel müssen durch Eigen- oder Drittmittel (z.B. Bundesländer oder andere Stiftungen) erbracht werden.
Politische Rückendeckung als Bedingung
Ein zentrales Element von „Übermorgen“ ist der Schulterschluss mit der lokalen Politik. Anträge werden nur dann berücksichtigt, wenn das Vorhaben aktiv von Verwaltung und Politik unterstützt wird – belegt durch entsprechende Beschlüsse.
„Die Zukunft der kulturellen Landschaft entscheidet sich daran, ob Kulturinstitutionen ihre gesellschaftliche Verantwortung aktiv wahrnehmen“, betont Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm fungiere hierbei als „kulturpolitischer Beschleuniger“.
Wissens-Paten für die Branche
Geförderte Projekte fungieren als Modellhäuser. Ein obligatorischer Wissenstransfer sieht vor, dass jede Institution als Patin für mindestens zwei weitere Häuser auftritt. Ein europäischer Fachkongress und die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag sollen sicherstellen, dass die gewonnenen Erkenntnisse die gesamte Kulturlandschaft stärken.
Der Zeitplan für Antragsteller
| Datum | Meilenstein |
| Herbst 2026 | Veröffentlichung der Kriterien & Start der Antragstellung |
| Okt. 2026 – Feb. 2027 | Digitale Beratungstermine |
| 12. Februar 2027 (12 Uhr) | Antragsschluss |
| Juli 2027 | Projektstart |
| Dezember 2030 | Projektende |
Mehr unter: uebermorgen-programm.de/ und www.kulturstiftung-des-bundes.de/uebermorgen






