Anlässlich der Eröffnung der Ausstellungsreihe „Sculpture 21st“ lud das Lehmbruck Museum zu einem intensiven Austausch über die Grenzen von Raum und Skulptur. Im Zentrum stand der österreichische Medienkünstler Peter Kogler, der im Gespräch mit Nina Hülsmeier und Stephanie Eul Einblicke in seine visionäre Arbeitsweise gab.
Peter Kogler ist ein Pionier der computergestützten Kunst. Seine raumgreifenden Installationen aus computergenerierten Netzstrukturen, Röhren und organischen Mustern verwandeln statische Museumsarchitektur in dynamische, fast schwindelerregende Erlebniswelten.
Das Gespräch: Skulptur im digitalen Zeitalter
In der Diskussion mit Nina Hülsmeier und Stephanie Eul wurden zentrale Aspekte von Koglers Werk beleuchtet, die für die zeitgenössische Bildhauerei im 21. Jahrhundert (Sculpture 21st) wegweisend sind:
- Raum als Material: Für Kogler ist der Raum selbst die Skulptur. Er nutzt die Wände, Böden und Decken des Lehmbruck Museums nicht als bloßen Hintergrund, sondern als Träger seiner labyrinthischen Strukturen.
- Die Auflösung der Architektur: Das Gespräch thematisierte, wie Koglers hypnotische Muster die festen Grenzen der Architektur optisch auflösen und den Betrachter aktiv in das Kunstwerk einbeziehen.
- Mensch und Medium: Ein Fokus lag auf der Frage, wie digitale Entwurfsprozesse die physische Wahrnehmung von Körpern im Raum verändern – ein Kernthema der Ausstellungsreihe.
Über Peter Kogler
Seit über 30 Jahren arbeitet Kogler an der Schnittstelle von Architektur, Design und bildender Kunst. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Beiträge zur documenta IX und X. Seine Bildsprache – oft bestehend aus Ameisen, Röhren oder Gehirnwindungen – fungiert als Metapher für globale Vernetzung und Datenströme.
„Koglers Interventionen fordern unsere Orientierung heraus und machen die Komplexität unserer vernetzten Welt physisch spürbar.“
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