Kaffeepapier gegen das Vergessen: Usha Seejarim im Gerhard-Marcks-Haus

Neben dem neu aufgestellten Mahnmal „Force – Death by Drowning“ zeigt das Gerhard-Marcks-Haus Papierarbeiten der südafrikanischen Künstlerin Usha Seejarim. „Life Force“ verbindet Anklage mit Zuversicht.

Ein Mahnmal und seine Kabinettausstellung

Das Gerhard-Marcks-Haus hat neben dem Museum das Mahnmal „Force – Death by Drowning“ neu aufgestellt. Aus diesem Anlass widmet es der verantwortlichen Künstlerin Usha Seejarim (geb. 1974) eine Kabinettausstellung. Unter dem Titel „Life Force“ werden Papierarbeiten gezeigt, die das Thema des Denkmals aufgreifen und weiterführen.

Diskriminierung, Gewalt und die Kraft des Lebens

Seejarim setzt sich mit struktureller Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und institutioneller Gewalt auseinander. Zugleich stehen Resilienz, Würde und Beharrlichkeit des menschlichen Lebens im Mittelpunkt: die Kraft, die Menschen angesichts von Unterdrückung aufbringen.

Papier aus Kaffeebohnenschalen

Besonders ist das Material der Werkgruppe: Das Papier wird aus den Schalen der Kaffeebohne hergestellt. Damit verweist die Künstlerin auch auf Bremens Rolle im weltweiten Kaffeehandel und stellt einen Bezug zwischen lokaler Handelsgeschichte und globalen Ungleichheiten her.

Worte über Heimat und Ausgrenzung

Die verwendeten Wortkombinationen regen dazu an, über Heimat, Zugehörigkeit und Ausgrenzung nachzudenken. Sie machen aus den Papierarbeiten Denkanstöße über die Frage, wer dazugehören darf und wer nicht.

Mehr unter:

Newsletter