Wie innovativ waren die Herrscher der 12. Dynastie im alten Ägypten wirklich? Diese Frage stand im Zentrum eines Vortrags von Dr. Arnulf Schlüter im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München. Die Aufzeichnung ist Teil der Vortragsreihe „Die Pyramiden“ und widmet sich den monumentalen Bauwerken von Sesostris II. in Illahun und Amenemhet III. in Hawara.
Neue Materialien, neue Konzepte
Im Gegensatz zu den steinernen Pyramiden des Alten Reiches wurden die Monumente der 12. Dynastie überwiegend aus Lehmziegeln errichtet. Diese Bauweise markiert nicht nur einen technischen Umbruch, sondern auch ein verändertes Verständnis königlicher Repräsentation.
Architektur, Religion und Gesellschaft im Fokus
Der Vortrag beleuchtet die Pyramiden von Illahun und Hawara im Kontext ihrer Zeit:
- Architektonisch, indem er die Bauweise und Struktur der Anlagen erklärt.
- Religiös, durch die Bedeutung der Pyramiden im Kult und Totenglauben.
- Sozial, etwa in Verbindung mit der angrenzenden Stadtanlage von Illahun.
Besonders spannend: das legendäre „Labyrinth von Hawara“, das bereits von antiken Autoren beschrieben wurde und bis heute Forscher wie Besucher gleichermaßen fasziniert.
Die Aufzeichnung bietet nicht nur tiefere Einblicke in die Baukunst und Symbolik der 12. Dynastie, sondern auch in die Frage, wie Tradition und Innovation in der altägyptischen Architektur zusammenspielen.
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