
Foto: Ralph Mecke
Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin verwandelt sich vom 30. Januar bis 31. Mai 2026 in einen Laufsteg der Kunstgeschichte. Mit den beiden parallel laufenden Sonderausstellungen „Gallery Looks“ und „FASHION X CRAFT“ schlägt das Museum eine Brücke von der Leinwand des 18. Jahrhunderts bis zur Haute Couture von morgen.
Hier erfahren Sie, warum dieser Dialog zwischen Kunst und Couture die Modewelt elektrisiert.
Gallery Looks: Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie
Unter der kuratorischen Leitung von Katja Kleinert und VOGUE-Legende Christiane Arp untersucht diese Schau, wie tief die Bildwelten der Alten Meister in der DNA moderner Designer verwurzelt sind.
Highlights der Ausstellung:
- Dior x Berlin: Ein spektakulärer Moment der Modegeschichte wird dokumentiert. Jonathan Anderson (Kreativdirektor von DIOR) ließ für seine Pariser „Summer Show 2026“ die Säle der Berliner Gemäldegalerie originalgetreu nachbauen. In Berlin sind nun Videoaufnahmen dieser Show im Dialog mit Originalen von Jean Siméon Chardin zu sehen.
- Ralph Mecke & Florian Azar: Der Starfotograf inszenierte aktuelle Couture unmittelbar in den Museumsräumen. Seine Fotografien offenbaren verblüffende Parallelen in Gestik, Licht und Materialität zwischen Modell und Meisterwerk.
- Direkte Begegnungen: Designer wie Anne Bernecker, Karen Jessen und Alexander Gigl haben Entwürfe geschaffen, die direkt mit den hochkarätigen Gemälden der Sammlung interagieren – ein Spiel um Identität, Schönheit und Rolle.
FASHION X CRAFT: Echoes of Tomorrow
In Kooperation mit dem Fashion Council Germany widmet sich dieser Ausstellungsteil der Zukunft des Handwerks. Das Kollektiv „V-Collective“ (fünf junge Stipendiat*innen) präsentiert eine hybride, futuristische Vision von Mode.
- Das Konzept: Wie überlebt traditionelles Handwerk im digitalen Zeitalter? Die Designer entwickelten Techniken wie natürliches Färben, Weben und sogar Korbflechten weiter.
- Nachhaltigkeit: Die gesamte Kollektion wurde aus Deadstock-Materialien (unbenutzte Reststoffe der Industrie) gefertigt.
- Atelier-Feeling: Die Schau ist wie ein kreatives Studio inszeniert. Besucher erhalten direkte Einblicke in die Entstehungsprozesse – von der ersten Faser bis zum fertigen Avantgarde-Look.
Mehr unter: www.smb.museum







