Es funkelt, glänzt und fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden: Glas. Das Museum für Urgeschichte(n) Zug widmet diesem zerbrechlichen und doch beständigen Werkstoff eine Sonderausstellung, die den Bogen von den antiken Ursprüngen im Orient bis in das frühe Mittelalter spannt.
Glas galt in der Antike als „künstlicher Edelstein“. Was heute als Alltagsgegenstand selbstverständlich scheint, war über Jahrtausende ein absolutes Luxusgut, das Königen und der Elite vorbehalten war. Die Ausstellung «Faszination Glas» macht diese Magie des Anfangs wieder erlebbar und zeigt, wie aus Sand und Feuer kostbare Kostbarkeiten entstanden.
Von Schmucksteinen zu Sturzbechern
Die Zeitreise durch die gläserne Kunstgeschichte hält beeindruckende Stationen bereit:
- Die Anfänge: Erleben Sie die ersten Versuche im Vorderen Orient, Glas als Ersatz für seltene Edelsteine zu nutzen.
- Römische Perfektion: Die Ausstellung zeigt die technologische Revolution der Glasmacherkunst im Römischen Reich, als filigranes Geschirr erstmals die Tafeln eroberte.
- Frühmittelalterliche Trinkkultur: Ein besonderes Highlight sind die sogenannten Sturzbecher – Glasgefäße ohne Standfuß, die in einem Zug geleert werden mussten, bevor man sie (umgestürzt) ablegen konnte.
Regionale Schätze und internationale Leihgaben
Besonders spannend für das lokale Publikum sind die Funde aus dem Kanton Zug, die belegen, dass edles Glas auch in der Region schon früh ein begehrtes Statussymbol war. Ergänzt werden diese lokalen Schätze durch hochkarätige Leihgaben aus dem In- und Ausland, die die gesamte Bandbreite von buntem Schmuck bis hin zu hauchdünnen Dekorationen abdecken.
Die Ausstellung ist ein Muss für Liebhaber von Kunsthandwerk und Archäologie – eine glänzende Hommage an ein Handwerk, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
Produktion: arttv.ch
Mehr unter: www.urgeschichte-zug.ch





