Von Alltagsfundstücken zur Kunstinstallation: Das Museum XYZ präsentiert rund 60 Werke des Schweizer Künstlers Beat Zoderer und bietet einen faszinierenden Überblick über vier Jahrzehnte kreativer Neugier und konstruktiver Innovation.
Mit seiner einzigartigen Bildsprache zählt Beat Zoderer zu den international herausragenden Positionen der konstruktiv-konkreten Kunst. Ob Objekt, Plastik, Installation oder Gemälde – Zoderers Werke durchbrechen gängige Kategorien der Geometrischen Abstraktion. Anstatt mathematische Präzision zu verfolgen, setzt der Künstler auf intuitive Gestaltung und spielerischen Pragmatismus.
Die Ausstellung im Museum XYZ, unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, zeigt: Zoderer verwandelt Alltägliches in Kunst – mit Humor, Scharfsinn und einem scharfen Blick für das Potenzial des Banalen. Ob Aktenordner, Klebeetiketten oder Fundstücke vom Sperrmüll – das Material seiner Arbeiten stammt oft aus dem urbanen Alltag. Dabei verlieren seine Werke nie den Bezug zur Realität, auch wenn sie auf den ersten Blick wie komplexe, fast schwerelose Konstruktionen wirken.
Besonders eindrucksvoll sind Zoderers neueste farbenfrohe Malereien. Überlagernde Linien, Gitterstrukturen und changierende Farbverläufe erzeugen Bewegung und Tiefe – ein markantes Spiel mit Raum und Perspektive, das den Blick der Betrachtenden herausfordert und zugleich fasziniert.
Die Retrospektive spannt einen Bogen von den frühen Fundstück-Kompositionen der 1980er-Jahre bis zu aktuellen Gemälden und Installationen. Sie dokumentiert nicht nur die künstlerische Entwicklung Zoderers, sondern auch seine konsequente Haltung: Kunst als ein lebendiges Spiel mit Form, Farbe und Material.
Mehr unter: www.museum-ritter.de





