Finissage: „Signale der Macht“ – Colonial Protocols V1

Das Brandenburg Museum präsentiert einen Artist Talk sowie die Premiere der neu beauftragten Videoarbeit „Colonial Protocols V1“ des namibischen Künstlers Mark Mushiba, der zwischen Namibia und Berlin arbeitet. Das Werk entstand im Rahmen der Ausstellung „Signale der Macht. Nauen, Kamina, Windhoek“ und setzt sich intensiv mit kolonialen Kommunikations- und Machtstrukturen zwischen Deutschland und Namibia auseinander.

Ausgangspunkt des Projekts ist ein gemeinsamer dérive über das Gelände der ehemaligen Funkstation in Windhoek – ein zentraler Ort deutscher Kolonialgeschichte. Mushiba untersucht in seiner künstlerisch-forschenden Arbeit, wie technologische Infrastrukturen Erinnerungen speichern, kontrollieren oder auslöschen. „Colonial Protocols V1“ fragt, wie sich historische Signalflüsse symbolisch umkehren lassen: Was bedeutet es, ein Signal von Windhoek zurück nach Nauen zu senden? Welche neuen Resonanzräume für Erinnerung, Klang und postkoloniale Erzählungen entstehen dadurch?

Mit dem Artist Talk eröffnet das Brandenburg Museum einen Raum für Austausch über koloniale Hinterlassenschaften und ihre Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Das Haus versteht sich als Plattform für Menschen, die Brandenburg neu entdecken wollen – für alle, die sich für lokale Geschichte interessieren, über globale Bezüge nachdenken, Erinnerungen teilen oder Zukunftsperspektiven für das Land suchen.

Mehr unter: gesellschaft-kultur-geschichte.de/brandenburg-museum/

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