Erziehung, Schule und Ausbildung im alten Ägypten | Vortrag von Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann

„Ein Junge hat ein Ohr auf seinem Rücken; er hört, wenn man ihn schlägt.“ Solche und ähnliche Zitate aus altägyptischen Schultexten zeugen von einem Erziehungssystem, das uns heute ebenso fremd wie faszinierend erscheint. Im Rahmen der Sonderausstellung „Kindheit am Nil“ beleuchtete Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann (LMU München) in seinem Vortrag die Welt der ägyptischen Pädagogik.

Warum jeder ein Schreiber sein wollte

In den erhaltenen Texten aus dem Niltal wird der Beruf des Schreibers als das ultimative Lebensziel gepriesen. Doch was steckte hinter dieser „Berufssatire“, die alle anderen Handwerke als mühselig und dreckig darstellte?

  • Sozialer Status: Der Zugang zu Verwaltung und Macht war eng an die Beherrschung der Hieroglyphen geknüpft.
  • Ausbildungsmethoden: Der Vortrag gibt Einblick in den harten Alltag der Schüler, die Methoden der Wissensvermittlung und die antiken Reflexionen über die Erziehbarkeit von Kindern.
  • Wandel der Zeit: Prof. Hoffmann spannt den Bogen über viele Jahrhunderte und zeigt, wie sich Ausbildung und das Bild des Kindes über die Dynastien hinweg veränderten.

Die Sonderausstellung: „Kindheit am Nil“

Der Vortrag fand als begleitendes Highlight zur Sonderausstellung statt, die das Leben der jüngsten Bewohner des alten Ägyptens in den Fokus rückt – von Spielzeug bis hin zur harten Realität der Ausbildung.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juni 2026 zu sehen.

Mehr unter: smaek.de

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