Haben wir heute noch den Mut, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen? Ab dem 12. März 2026 gibt es dafür einen neuen, zentralen Ort: Das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg eröffnet das erste und bundesweit einzige Museum, das dauerhaft dem Leben und Wirken von Immanuel Kant gewidmet ist.
300 Jahre nach seiner Geburt ist der Königsberger Philosoph aktueller denn je. In einer Welt voller Fake News, ethischer Dilemmata und politischer Umbrüche bietet das neue Kant-Museum nicht nur historische Rückschauen, sondern fungiert als moderner „Denkraum“ für die Fragen unserer Zeit.
Mehr als eine Biografie: Kant als Ideengeber
Die Dauerausstellung geht weit über eine bloße Lebensbeschreibung hinaus. Sie präsentiert Kant als revolutionären Architekten der Aufklärung, dessen Gedanken das Fundament unseres heutigen Verständnisses von Freiheit und Moral bilden.
- Persönliche Einblicke: Einzigartige Exponate zeigen den Menschen hinter dem strengen Kategorischen Imperativ – seine Gewohnheiten, seine soziale Einbindung in Königsberg und seinen Charakter.
- Philosophie zum Anfassen: Komplexe Theorien werden durch innovative Inszenierungen und interaktive Stationen greifbar gemacht. Abstraktes Denken wird hier zum Erlebnis.
Die drei Säulen der Vernunft
Nach einem biografischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in die drei zentralen Fragen, die Kants Werk prägten:
- Erkenntnis: Was kann ich wissen? (Die Grenzen und Möglichkeiten unseres Verstandes).
- Moral: Was soll ich tun? (Fragen nach Ethik, Pflicht und dem guten Handeln).
- Politik: Was darf ich hoffen? (Kants Visionen zum ewigen Frieden und zum weltbürgerlichen Zusammenleben).
„Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, nicht nur über Kant nachzudenken, sondern ganz in seinem Sinne selbst zu denken.“
Ein lebendiger Ort der Gegenwart
Das neue Kant-Museum versteht sich explizit nicht als staubiges Archiv der Geistesgeschichte. Es schlägt die Brücke ins 2026:
- Diskursraum: Wo fordern uns Kants Ideen heute heraus – etwa im Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder globalen Konflikten?
- Partizipation: Die Ausstellung regt dazu an, eigene Standpunkte zu hinterfragen und die Relevanz der Aufklärung im Alltag neu zu bewerten.
Mehr unter: www.ostpreussisches-landesmuseum.de/museum/kantmuseum/







