Haben Sie schon einmal den Steirischen Herzoghut aus nächster Nähe betrachtet – und zwar so nah, dass Sie jede einzelne Perle zählen könnten? Das Universalmuseum Joanneum macht es möglich. Durch eine großangelegte Digitalisierungsoffensive verlassen die wertvollsten Exponate ihre Vitrinen und werden als hochpräzise 3D-Modelle für jedermann weltweit zugänglich.
Vom prähistorischen Kultobjekt bis zum Zeugnis herrschaftlicher Macht: Das Joanneum nutzt modernste Scan-Technologie, um die Grenzen zwischen physischem Museumsbesuch und digitalem Erlebnis aufzuheben.
Geschichte zum Drehen und Wenden
Die Detailtiefe der neuen Modelle ist beeindruckend. Objekte, die im Museum oft nur aus einer Perspektive hinter Sicherheitsglas zu sehen sind, lassen sich nun am Bildschirm oder Smartphone stufenlos zoomen und von allen Seiten begutachten.
Die Highlights der digitalen Sammlung:
- Der Kultwagen von Strettweg: Das Herzstück des Archäologiemuseums lässt sich nun in all seiner filigranen Bronze-Pracht digital umkreisen.
- Der Steirische Herzoghut: Ein Symbol der Landesgeschichte, dessen kostbare Details nun auch virtuell zum Greifen nah sind.
- Naturwunder & Technik: Von der fragilen Eisenblüte aus dem Naturkundemuseum bis hin zu historischen Schätzen aus dem Landeszeughaus und dem Münzkabinett.
Ein Museum ohne Mauern
Die Digitalisierung dient nicht nur der Unterhaltung, sondern ist ein Meilenstein für die Vermittlung und Forschung:
- Barrierefreiheit: Wer nicht nach Graz, Stainz oder zu den anderen Standorten reisen kann, erlebt die Highlights bequem von zu Hause.
- Detailreichtum: Strukturen, die mit dem bloßen Auge kaum erkennbar sind, werden durch die hochauflösenden 3D-Modelle sichtbar.
- Bildung: Schulen und Universitäten können die Objekte nun interaktiv in den Unterricht einbinden.
Wo kann man die Modelle sehen?
Das Projekt umfasst Exponate aus nahezu allen Sparten des Joanneums: Archäologie, Geschichte, Naturkunde, Jagd und Landwirtschaft sowie das Münzkabinett. Die 3D-Modelle sind ab sofort über die digitalen Plattformen des Universalmuseums zugänglich und machen Lust auf den anschließenden Besuch vor Ort, um die „echten“ Originale wiederzusehen.
Mehr unter: www.museum-joanneum.at





