Community: Fotografie und Gemeinschaft im Kunstpalast Düsseldorf

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Neal Slavin, Women’s Intramural Softball Team of Warner Communications, Inc., New York, New York, Aus der Serie: When Two or More Are Gathered Together, 1972–1975, Chromogener Farbabzug, 25,7 × 25 cm, Kunstpalast, Düsseldorf, Foto: Kunstpalast – LVRZMB – Joshua Esthers

Ob im Fußballfanclub, in der eigenen Familie oder innerhalb eines politischen Kollektivs – das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist eine der stärksten menschlichen Antriebskräfte. Ab dem 11. Februar 2026 widmet sich das Museum Kunstpalast in der Ausstellung „Community“ der Frage, wie die Fotografie dieses Streben nach Gemeinschaft seit ihrer Erfindung mitgeprägt, dokumentiert und manchmal auch manipuliert hat.

Hier erfahren Sie, warum diese Schau das Medium Fotografie als soziales Bindemittel und Instrument der Abgrenzung neu beleuchtet.

Die Kamera als Werkzeug der Zugehörigkeit

Fotografie ist weit mehr als ein bloßes Abbild der Realität; sie ist ein aktiver Akteur im Prozess der Gemeinschaftsbildung. Die Ausstellung zeigt auf, wie Bilder genutzt werden, um:

  • Solidarität zu demonstrieren: Das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.
  • Identität zu stiften: Gemeinsame Werte und Symbole visuell festzuhalten.
  • Grenzziehungen vorzunehmen: Wer gehört dazu und wer bleibt draußen?

Von der Sammlung in die Gegenwart

Kuratiert von Linda Conze, Leiterin der Sammlung Fotografie und zeitbasierte Medien, schöpft die Schau aus dem reichen Bestand des Kunstpalastes und ergänzt diesen durch bedeutende internationale Leihgaben. Das Spektrum reicht von angewandter Gebrauchs- und Dokumentarfotografie bis hin zu dezidiert künstlerischen Positionen, die das Thema mit Witz, Empathie oder kühler Analyse untersuchen.

Ein Mitmach-Projekt für die Besuchenden

Besonders innovativ: „Community“ ist keine statische Betrachtung. Das Museum lädt die Besuchenden aktiv dazu ein, Teil der Schau zu werden. Eigene Gemeinschaftsbilder können in die Ausstellung eingebracht werden, wodurch ein dynamisches Archiv aktueller Zugehörigkeitsgefühle entsteht.

Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog, der das Thema interdisziplinär beleuchtet – mit Beiträgen aus der Soziologie, der Geschichte und der Kunstwissenschaft.

Service-Informationen

Zeitraum: 11. Februar bis 25. Mai 2026

Ort: Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Kuratorin: Linda Conze

Mehr unter: kunstpalast.de

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