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	<title>Museum Ludwig &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Along the Color Line: Das Museum Ludwig stellt Fragen an die europäische Moderne</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 06:30:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum 50-jährigen Jubiläum zeigt das Museum Ludwig Köln eine Ausstellung, die Schwarze Diaspora-Kunst und europäische Moderne in einen überfälligen Dialog bringt – und dabei koloniale Leerstellen in der eigenen Sammlung [&#8230;]</p>
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<figure class="alignleft size-full is-resized"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/08/service-pnp-ds-17800-17860v.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="681" height="1024" src="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/08/service-pnp-ds-17800-17860v.jpg" alt="Eine Schwarz-weiss Aufnahme des US-Amerikanischen Soziologen William Edward Burghardt Du Bois auf grauem Karton. Das Bild zeigt DuBois im Profil mit Blick nach rechts. Auf dem Karton befinden sich archivarische Hinweise." class="wp-image-116311" style="aspect-ratio:0.6650339513237201;width:386px;height:auto" srcset="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/08/service-pnp-ds-17800-17860v.jpg 681w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/08/service-pnp-ds-17800-17860v-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 681px) 100vw, 681px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">William Edward Burghardt Du Bois<br>. Photograph. Retrieved from the Library of Congress, &lt;<a href="https://www.loc.gov/item/2004670383/" target="_blank" rel="noopener">www.loc.gov/item/2004670383/</a>>.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum 50-jährigen Jubiläum zeigt das Museum Ludwig Köln eine Ausstellung, die Schwarze Diaspora-Kunst und europäische Moderne in einen überfälligen Dialog bringt – und dabei koloniale Leerstellen in der eigenen Sammlung offenlegt.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Jubiläum mit kritischem Blick auf die eigene Geschichte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 50-jährigen Bestehen richtet das Museum Ludwig den Blick nach innen – und findet dabei eine Leerstelle. Ein Forschungsprojekt zur eigenen Sammlung machte deutlich, dass Werke Schwarzer Künstlerinnen und Künstler darin kaum vertreten sind, besonders im Bereich der Moderne. Diese Unterrepräsentation ist kein Zufall, sondern Ausdruck tief verwurzelter kolonialer Machtverhältnisse. Die Sonderausstellung „Along the Color Line. Spuren einer transatlantischen Moderne&#8221; (3. Oktober 2026 bis 7. März 2027) stellt sich genau dieser Erkenntnis.</p>



<h3 class="wp-block-heading">W. E. B. Du Bois und die Kunst der Zwischenräume</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Titel der Ausstellung geht auf Schriften des afroamerikanischen Soziologen W. E. B. Du Bois zurück, der zwischen 1892 und 1894 in Berlin studierte und 1936 als Journalist Deutschland erneut bereiste – und dabei Köln, Hamburg, die Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Olympischen Spiele in Berlin besuchte. Seine Berichte liefern ein einzigartiges Zeugnis dieser historischen Periode und schärfen den Blick für die globalen Verflechtungen von Rassismus und Ausgrenzung. Ergänzt werden sie durch Schriften weiterer Vertreterinnen und Vertreter der Schwarzen Diaspora, die sich zeitweilig in Europa aufhielten – darunter der Philosoph Alain Locke, der 1910–1911 ebenfalls in Berlin studierte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Harlem Renaissance, Négritude und transatlantische Verbindungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung versammelt eine Vielzahl internationaler Leihgaben: moderne und zeitgenössische Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen sowie Literatur und Musik der Schwarzen Diaspora treten in Dialog mit Werken aus der Sammlung des Museum Ludwig. Anhand von Bewegungen wie der Harlem Renaissance in den USA und der Négritude-Bewegung in Europa werden transatlantische Verbindungslinien nachgezeichnet und gefragt, wie Schwarze Künstlerinnen und Künstler durch ihre Werke neue Narrative schufen, die eurozentrische Sehgewohnheiten herausforderten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lokale Verankerung: Die Rheinregion als Diaspora-Ort</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung macht deutlich, dass Migration, Identität und kulturelle Zugehörigkeit nicht nur globale Phänomene sind, sondern auch lokal greifbar. So lebte die Künstlerin Mildred Thompson, die an der Howard University studierte, in den 1960er Jahren in Düren. Im Vorfeld der Ausstellung hat das Museum Ludwig gezielt Werke erworben – darunter Arbeiten von Thompson, Herbert Gentry (1919–2003) und Iba Ndiaye (1928–2008) – um diese Lücken in der Sammlung zu schließen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">James Gregory Atkinson: Ein Archiv gegen das Vergessen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale zeitgenössische Position nimmt der deutsch-amerikanische Künstler James Gregory Atkinson (*1981) ein. Er hat ein nichtlineares Archiv aus Bildern, Objekten, Texten und Oral History erarbeitet, das sich mit der Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland befasst und eine Linie von den Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts bis zur diasporischen Realität der Gegenwart zieht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Einladung zur Reflexion – damals wie heute</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über 100 Jahre nach den Aufenthalten von Du Bois und Locke im modernen Europa lädt die Ausstellung dazu ein, den gesellschaftlichen Stellenwert von kultureller Identität, Gemeinschaft und Zugehörigkeit neu zu befragen. Die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, die Kulturstiftung des Bundes, die Kunststiftung NRW und die Terra Foundation for American Art, unter anderem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.museum-ludwig.de" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>
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		<title>Polka Dots über Köln: Yayoi Kusama erobert das Museum Ludwig</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 14:03:31 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie ist die Königin der Punkte, die Meisterin der Unendlichkeit und ein globales Phänomen der Popkultur. Zum 50. Jubiläum des Museum Ludwig im Jahr 2026 schenkt Köln sich und seinen Gästen ein Kunstereignis der Superlative: Eine umfassende Retrospektive von Yayoi Kusama.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit über 300 Arbeiten aus sieben Jahrzehnten ist diese Schau eine tiefgründige Reise durch die Psyche einer Frau, für die Kunst keine Wahl, sondern eine Lebensnotwendigkeit ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von der ersten Zeichnung bis zum Infinity Room</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung spannt den Bogen von Kusamas frühesten Arbeiten (ca. 1934) bis zu ihrem kraftvollen Alterswerk.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Exklusiv in Köln:</strong> Während die Schau durch Europa tourt, zeigt das Museum Ludwig Arbeiten, die in Basel nicht zu sehen sind. Darunter die ikonische Installation <em>Aggregation: One Thousand Boats Show</em> (1963) und das Schwarzlicht-Environment <em>I’m Here but Nothing</em>.</li>



<li><strong>Blumen auf dem Dach:</strong> Auf der Dachterrasse des Museums blühen monumentale, bunt bemalte Bronze-Blumen vor der Kulisse des Kölner Doms.</li>



<li><strong>Das Herzstück:</strong> Eigens für Köln wurde eine immersive Rauminstallation mit einem neuen <em>Infinity Mirror Room</em> konzipiert, die den größten Saal des Museums füllt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Die Philosophie hinter den Punkten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was für viele wie ein fröhliches Muster aussieht, entspringt Kusamas tiefster existenzieller Erfahrung.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Self-Obliteration:</strong> Die Punkte (Polka Dots) sind Kusamas Weg, die Grenzen zwischen dem Individuum und dem Universum aufzulösen. Alles verschmilzt zu einem großen Ganzen.</li>



<li><strong>Heilung durch Kunst:</strong> Ihre Halluzinationen aus der Kindheit, in denen sie sich von Mustern überwuchert sah, verarbeitet sie bis heute. Ihre Kunst hilft ihr, Depressionen und Ängste zu überwinden – eine „Lebenskraft“, wie sie selbst sagt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Stationen eines bewegten Lebens</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung folgt Kusamas Weg aus dem patriarchalischen Nachkriegsjapan in das New York der Flower-Power-Zeit, wo sie mit provokanten Nackt-Happenings gegen den Vietnamkrieg protestierte. Nach ihrer Rückkehr nach Japan 1973 erweiterte sie ihr Schaffen um Literatur und Lyrik, bevor sie in ihren späten Jahren zu den farbenprächtigen Bilderzyklen fand, die heute die Welt begeistern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Während der Ausstellung länger geöggnet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des zu erwartenden hohen Besucher*innenandrangs verlängert das Museum Ludwig für die Kusama-Ausstellung seine Öffnungszeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Wochenenden von Freitag bis Sonntag ist die Ausstellung jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Das gilt auch für das Osterwochenende von Karfreitag bis Ostersonntag (3. bis 5. April). Am Ostermontag schließt das Museum dann wieder um 18 Uhr. Am Freitag, 1. Mai und am Pfingstsonntag, 24. Mai wird die Kusama-Ausstellung ebenfalls bis 20 Uhr geöffnet sein. An Christi Himmelfahrt, 14. Mai und Fronleichnam, 4. Juni, schließt die Ausstellung um 18 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.museum-ludwig.de" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>
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		<item>
		<title>Museum Ludwig: HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle Island ab 7. Februar in Köln</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/museum-ludwig-hier-und-jetzt-de-collecting-memories-from-turtle-island-ab-7-februar-in-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 13:34:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Indigene Gegenentwürfe zur US-Geschichte Anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit im Jahr 2026 richtet das Museum Ludwig den Blick neu aus. Die Ausstellung HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Indigene Gegenentwürfe zur US-Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit im Jahr 2026 richtet das Museum Ludwig den Blick neu aus. Die Ausstellung <em>HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle Island</em> konfrontiert historische Amerikabilder mit zeitgenössischen Positionen der indigenen Künstlerinnen Marie Watt und Wendy Red Star.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kölner Museum Ludwig beherbergt die umfangreichste Pop-Art-Sammlung außerhalb der USA und ist traditionell eng mit der US-amerikanischen Kunstgeschichte verknüpft. Doch pünktlich zum Jubiläumsjahr der Vereinigten Staaten hinterfragt das Haus gängige Narrative der westlichen Geschichtsschreibung. Ab dem 7. Februar 2026 stehen nicht die Gründungsmythen der USA im Fokus, sondern „Turtle Island“ – eine in vielen indigenen Schöpfungsgeschichten verwurzelte Bezeichnung für den nordamerikanischen Kontinent.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Dekonstruktion des amerikanischen Mythos</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt der Schau ist ein historisches Konvolut, das das Museum 2023 erwarb: Fotochrome der <em>Detroit Publishing Company</em> aus der Zeit um 1900. Diese millionenfach verbreiteten Farbbilder prägten das touristische Bild der USA nachhaltig. Sie zeigen ikonische Orte wie den Yellowstone Nationalpark oder den Grand Canyon als menschenleere, unberührte Naturräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung <em>De/Collecting Memories from Turtle Island</em> entlarvt diese Leere als Konstruktion. Lange vor Ankunft der Europäer und der Staatsgründung vor 250 Jahren war das Land Heimat zahlreicher Nationen. Die Schau setzt dort an, wo die Postkartenmotive enden, und überschreibt die romantisierte „Entdeckung“ mit den verdrängten Perspektiven indigener Bevölkerungsgruppen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wendy Red Star: Satire gegen Stereotype</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1981 geborene Künstlerin Wendy Red Star nutzt fotografische Selbstinszenierungen, um westliche Vorstellungen von Indigenität humorvoll und satirisch zu brechen. In ihrer Arbeit hinterfragt sie kritisch das Label „Native Artist“, das in institutionellen Kontexten oft mehr als einschränkender Container denn als Beschreibung fungiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Red Star, die sich selbst als Apsáalooke verortet und deren Arbeit tief in der Geschichte ihres Volkes gründet, fordert mit ihren Werken dazu auf, den Blick für die Mechanismen der Kategorisierung zu schärfen und differenzierter hinzuschauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Marie Watt: Heilung, Klang und Interaktion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Marie Watt (geb. 1967, Mitglied der Seneca Nation) hat für das Museum Ludwig die raumgreifende Installation <em>Thirteen Moons</em> entwickelt. Die Arbeit besteht aus dreizehn hängenden Skulpturen aus Zinnschellen, die eine starke visuelle und auditive Präsenz entfalten. Im Gegensatz zur klassischen musealen Distanz ist hier Berührung erwünscht: Besucher können die Schellen in Bewegung versetzen und einen Klangraum erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Installation referenziert den „Jingle-Dress-Tanz“ der Ojibwe, der um 1900 während der Grippepandemie als Heilungsritual entstand. Historisch ist der Tanz auch ein Akt des Widerstands, da er trotz des Verbots traditioneller Versammlungen durch die US-Regierung (1883–1978) praktiziert und weitergegeben wurde. Für die Performance arbeitet Watt mit der Jingle-Dress-Tänzerin Acosia Red Elk (Umatilla) zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">HIER UND JETZT: Institutionelle Selbstkritik</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>De/Collecting Memories from Turtle Island</em> ist die elfte Ausgabe der Reihe <em>HIER UND JETZT</em>. Mit diesem Format unterzieht das Museum Ludwig die eigene Arbeit und Sammlungspraxis regelmäßig einer kritischen Prüfung. Die aktuelle Ausstellung wird durch die Fördergruppe HIER UND JETZT der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e. V. substanziell unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.museum-ludwig.de/de/" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>
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		<title>&#8220;Fünf Freunde&#8221; im Museum Ludwig &#8211; John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 16:03:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind Ikonen der Nachkriegs-Avantgarde – doch ihre tiefen, oft romantischen Bindungen blieben lange im Verborgenen. Das Museum Ludwig in Köln lüftet das Geheimnis um das einflussreichste Künstlernetzwerk des 20. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de/fuenf-freunde-im-museum-ludwig-john-cage-merce-cunningham-jasper-johns-robert-rauschenberg-cy-twombly/">&#8220;Fünf Freunde&#8221; im Museum Ludwig &#8211; John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.museumsfernsehen.de">museumsfernsehen</a>.</p>
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<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Fünf Freunde / Five Friends. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly" src="https://player.vimeo.com/video/1142090164?dnt=1&amp;app_id=122963" width="1104" height="621" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie sind Ikonen der Nachkriegs-Avantgarde – doch ihre tiefen, oft romantischen Bindungen blieben lange im Verborgenen. Das Museum Ludwig in Köln lüftet das Geheimnis um das einflussreichste Künstlernetzwerk des 20. Jahrhunderts.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg und Cy Twombly: Jeder dieser Namen markiert eine Revolution in seinem Fachgebiet. Doch die aktuelle Ausstellung <strong>„Fünf Freunde“</strong> im Museum Ludwig geht über die individuelle Genialität hinaus und erzählt die Geschichte einer beispiellosen <strong>künstlerischen, freundschaftlichen und romantischen Allianz</strong>, die die Grenzen zwischen Musik, Tanz und Bildender Kunst auflöste.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Video-Einblicke in die Geburtsstunde der Avantgarde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In unserem Video zur Ausstellung erfahren Sie, wie diese enge Gemeinschaft die Kunst der Nachkriegszeit in Amerika und Europa grundlegend prägte. Die Schau konzentriert sich dabei auf die <strong>starken gegenseitigen Einflüsse</strong>, die bisher von der offiziellen Kunstgeschichte weitgehend übersehen wurden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mehr als nur Kollegen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Netzwerk umfasste:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>John Cage</strong> (Komponist)</li>



<li><strong>Merce Cunningham</strong> (Choreograf)</li>



<li><strong>Jasper Johns, Robert Rauschenberg und Cy Twombly</strong> (Bildende Künstler)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre gegenseitige Förderung und ihre persönlichen Beziehungen, darunter die Partnerschaften zwischen Cage/Cunningham und Johns/Rauschenberg, waren die <strong>kreativen Triebfedern</strong> für bahnbrechende Werke. Die Ausstellung stellt diese Interaktionen in den Vordergrund und beleuchtet, wie Freundschaft und Liebe zu einem Motor für die künstlerische Neudefinition wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Ausstellung läuft noch bis ins neue Jahr hinein:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Titel:</strong> Fünf Freunde. John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly</li>



<li><strong>Ort:</strong> Museum Ludwig, Köln</li>



<li><strong>Laufzeit:</strong> 03.10.2025 – 11.01.2026</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Produktion: artbeats</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.museum-ludwig.de/de/" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>20 Jahre Initiative Junger Ankauf am Museum Ludwig</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/20-jahre-initiative-junger-ankauf-am-museum-ludwig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 10:15:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Initiative Junger Ankauf der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig feiert 2025 ihr 20-jähriges Bestehen – und wählt in diesem Jubiläumsjahr die Videoarbeit ROAD RUNNER (2025) von Cemile [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative <strong>Junger Ankauf</strong> der Gesellschaft für Moderne Kunst am <strong>Museum Ludwig</strong> feiert 2025 ihr 20-jähriges Bestehen – und wählt in diesem Jubiläumsjahr die Videoarbeit <strong>ROAD RUNNER (2025)</strong> von <strong>Cemile Sahin</strong> als 23. Neuerwerb für die Sammlung aus.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>ROAD RUNNER – Realität trifft digitale Bedrohung</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Videoarbeit erzählt Sahin die Geschichte des kurdischen Mädchens <strong>Bêrîtan</strong>, das ihre Schwester aus einer digitalen Gefangenschaft befreien will. Um ihr Ziel zu erreichen, muss Bêrîtan sich sowohl in der filmischen Welt als auch in virtuellen Realitäten den Gefahren stellen. Realität und digitale Räume verschmelzen, sodass sich die Frage stellt: <em>Wo endet das Eine und wo beginnt das Andere?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Anleihen aus <strong>Popkultur, Social Media und Videospielen</strong> entwickelt Sahin ein dystopisches Szenario voller Unsichtbarer Autorität, Bedrohung und Flucht. Rasant wechselnde Perspektiven, schrille Designs, schnelle Schnittfolgen und ein intensiver Sound erzeugen eine unmittelbare, mitreißende Erfahrung. Die Ich-Perspektive und narrative Elemente aus Film, Werbung und Animation verstärken die Spannung und Intensität des Geschehens.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Künstlerin: Cemile Sahin</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Geboren 1990 in Wiesbaden, lebt und arbeitet <strong>Cemile Sahin</strong> in Berlin. Ihr Werk vereint <strong>Film, Fotografie, Skulptur, Literatur und Collage</strong> und hinterfragt kritisch die Instrumentalisierung von Medien sowie die Rolle unterschiedlicher Perspektiven.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Studium: <strong>Central Saint Martins College of Art and Design</strong>, London (bis 2011)</li>



<li>Master: <strong>Universität der Künste Berlin</strong>, 2018</li>



<li>Literarische Veröffentlichungen: Debütroman <em>TAXI</em> (2019, Alfred Döblin-Medaille), <em>ALLE HUNDE STERBEN</em> (2020), <em>KOMMANDO AJAX</em> (2024, nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2025)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sahins Werke sind u. a. in den Sammlungen des <strong>Kunstmuseums Stuttgart</strong>, des <strong>Kunsthauses Zürich</strong>, des <strong>Castello di Rivoli</strong> und der <strong>Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland</strong> vertreten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hintergrund: Junger Ankauf</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative <strong>Junger Ankauf</strong> wurde 2005 ins Leben gerufen. Junge Mitglieder der Gesellschaft für Moderne Kunst diskutieren gemeinsam mit <strong>Dr. Yilmaz Dziewior</strong> (Direktor) und <strong>Dr. Barbara Engelbach</strong> (Kuratorin für Zeitgenössische Kunst, Fotografie und Medienkunst) Positionen von Künstler:innen unter 40 Jahren. Anschließend wird in einem demokratischen Prozess über einen Neuerwerb für die Sammlung entschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ROAD RUNNER wurde mit Unterstützung des <strong>CIRCA PRIZE 2023</strong> realisiert und wird auf der Art Cologne dank der <strong>Galerie Esther Schipper</strong> und einem Sponsoring der <strong>Grisebach GmbH</strong> präsentiert. Die kontinuierliche Unterstützung durch <strong>Zilkens Fine Art Insurance Broker GmbH</strong> ermöglicht erneut die Präsentation des Jungen Ankaufs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.museum-ludwig.de" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>
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		<title>Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam &#8211; Präsentation in den Fotoräumen des Museum Ludwig &#124; 1. November 2025 – 22. März 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 09:05:36 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Smizing, Squinching, Duckface, Fish Gape, Cheese oder Prunes – die zeitgenössische Porträtfotografie kennt eine Vielzahl von Ausdrucksformen, die sich mit rasender Geschwindigkeit verändern. Doch das Lächeln auf Fotografien ist keine Selbstverständlichkeit. Bis ins späte 19. Jahrhundert erforderte die lange Belichtungszeit äußerste Bewegungslosigkeit, was zu den starren, ernsten Gesichtsausdrücken der frühen Fotografie führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsentation <strong>„Smile! Wie das Lächeln in die Fotografie kam“</strong> untersucht die Entwicklung unserer „Fotografiergesichter“ vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Sie vereint <strong>anonyme Porträts und künstlerische Arbeiten</strong> zu einer kulturhistorischen Geschichte des Lächelns – zwischen gesellschaftlicher Konvention, technischer Entwicklung und ästhetischer Mode.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob gelächelt wird oder nicht, ob Zähne gezeigt werden oder nicht – all das war und ist abhängig von <strong>sozialen Normen, Klasse, Geschlecht und Kontext</strong>. Im 19. Jahrhundert galt Gefühlsausdruck auf Porträts als unangebracht; Ernsthaftigkeit war Zeichen von Würde und Bildung. Erst mit dem <strong>Stummfilm</strong> und der <strong>Werbefotografie</strong> hielt das Lächeln Einzug ins Bild – als Ausdruck von Emotion, Lebensfreude und Konsumversprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine 2015 erschienene Untersuchung von US-amerikanischen Jahrbuchfotos zeigt: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird immer häufiger gelächelt – Frauen mehr als Männer. Zugleich bleibt das „Photographiergesicht“, von dem <strong>Siegfried Kracauer</strong> schon 1927 schrieb, ein Spiegel gesellschaftlicher Inszenierung. Zwischen Nähe und Distanz, Natürlichkeit und Pose zeigt die Ausstellung: <strong>Das Lächeln hat eine Geschichte – und sie ist noch längst nicht zu Ende.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kuratorinnen: Miriam Szwast mit Brit Meyer</p>



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		<title>Zum 100. Geburtstag von Peter Ludwig – Ein Leben für die Kunst</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/zum-100-geburtstag-von-peter-ludwig-ein-leben-fuer-die-kunst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 06:47:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am 9. Juli 2025 wäre Peter Ludwig (1925–1996), einer der bedeutendsten Kunstmäzene des 20. Jahrhunderts, 100 Jahre alt geworden. Gemeinsam mit seiner Frau Irene Ludwig (1927–2010) baute er eine der [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>9. Juli 2025</strong> wäre <strong>Peter Ludwig (1925–1996)</strong>, einer der bedeutendsten Kunstmäzene des 20. Jahrhunderts, 100 Jahre alt geworden. Gemeinsam mit seiner Frau <strong>Irene Ludwig (1927–2010)</strong> baute er eine der weltweit wichtigsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits während ihres <strong>Kunstgeschichtestudiums in den späten 1940er Jahren</strong> begann das Ehepaar zu sammeln – stets mit dem Ziel, die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Peter Ludwig war überzeugt, dass die kulturellen Verluste durch den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg nur durch privates Engagement ausgeglichen werden konnten. Ein prägendes Erlebnis war für ihn die Besichtigung der <strong>Sammlung Haubrich 1946</strong> in Köln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst sammelten die Ludwigs vor allem Kunst aus <strong>Deutschland und Frankreich</strong>, doch 1967 wagten sie den Sprung in die <strong>amerikanische Pop Art</strong> – ein Wendepunkt. Peter Ludwig schrieb später, die Kunst jener Jahre sei „wie ein Sturm“ über ihn hereingebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein kulturpolitisches Engagement prägte die Museumslandschaft entscheidend: <strong>1976 schenkte er der Stadt Köln rund 350 Werke moderner Kunst</strong> – das Fundament des <strong>Museum Ludwig</strong>, das bis heute international für seine bedeutende Pop Art-Sammlung bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kölns Oberbürgermeisterin <strong>Henriette Reker</strong> würdigt Peter Ludwig als Kulturpolitiker, dessen Sammlung wesentlich zum Ruf der Kunststadt Köln beitrug. <strong>Yilmaz Dziewior</strong>, Direktor des Museum Ludwig, betont, dass das Haus den internationalen, offenen Geist der Sammlung Ludwig heute weiterführt und die Sammlung global ausrichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderes Andenken: 1980 fertigte <strong>Andy Warhol</strong> auf Vermittlung eines Kölner Möbelhauses ein berühmtes <strong>Porträt von Peter Ludwig</strong> an. Eines der sechs entstandenen Werke ist heute als Stiftung im Museum Ludwig zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.museum-ludwig.de/" target="_blank" rel="noopener">museum-ludwig.de</a></p>



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		<title>Sehstücke. Alfred Ehrhardt und Elfriede Stegemeyer im Museum Ludwig</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/sehstuecke-alfred-ehrhardt-und-elfriede-stegemeyer-im-museum-ludwig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 13:25:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">In einer Doppelpräsentation zeigt das Museum Ludwig neu erworbene Fotografien von Alfred Ehrhardt (1901–1984) in Dialog mit Aufnahmen von Elfriede Stegemeyer (1908–1988). Sie sind sich im Leben nie begegnet und doch teilten sie einige Jahre ein gemeinsames Interesse: das Fotografieren von Wasser, Strand und Sand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrhardt studierte 1928/1929 am Dessauer Bauhaus Malerei, u.a. bei Paul Klee und Wassily Kandinsky. 1933 wurde er wegen seiner modernistischen Kunstauffassung von den Nationalsozialisten aus dem Schuldienst an der Hamburger Landeskunstschule entlassen. Mit seiner Kamera suchte er Strukturen und abstrakte Formen im Dünensand der Kurischen Nehrung und im Watt. Er entdeckte Erhabenes im Detail – seine Form der inneren Emigration. Immer ging es ihm um das Wirken von „Urkräften“, abseits der Zivilisation, um „das Wesentliche“. 1967 fasste er es so zusammen: „Es kam mir darauf an, bereits im Ausschnitt das organisch Ganze zu zeigen, was nur möglich ist, wenn man die Statik einer Erscheinungsform in der Wahl des Ausschnitts überwindet und das dynamische Element des Objekts so im Licht und im Winkel fasst, dass trotz des Ausschnitts das Ganze lebendig wird. Man darf also auf dem Gebiet der Fotografie durchaus von einer Gestaltung sprechen. Sie besteht allerdings nicht in optischen Kniffen und Tricks. Sie besteht vielmehr in einer Art grundsätzlich neuen Sehens, das uns das Wesentliche der Dinge offenbart.“ Publiziert hat Ehrhardt seine Werke in Fotobüchern wie „Die Kurische Nehrung“ (1934) und „Das Watt“ (1937) oder später in „Wattenmeer. Formen und Strukturen“ (1967). Neben den Aufnahmen im Freien entstanden im Atelier neusachliche Vergrößerungen von Muschelschalen und Schneckengehäusen, später auch avantgardistische Filme wie der 1959 veröffentlichte und preisgekrönte&nbsp; „Tanz der Muscheln“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Elfriede Stegemeyer hatte zunächst in anderen Medien künstlerisch gearbeitet bevor sie 1932 zur Kamera griff. Sie stand in engem Kontakt zur Künstler*innengruppe der Kölner Progressiven und der Dadaisten &nbsp;und ging noch einen Schritt weiter: sie nutzte Fotografien, die sie auf Sylt, auf Ibiza – wo sie den Künstler Raoul Hausmann besuchte – und auf Sizilien angefertigt hatte für Collagen oder übermalte sie mit dem Pinsel. „ich stehe zu sehr hinter meiner arbeit“, schrieb sie um 1981 an den Kunsthistoriker Uli Bohnen, „als dass ich sie etikettieren könnte, aber wenn ich darüber nachgrübele, würde ich sie bei ‚naturlieb‘ einordnen, weil ich alles lebendige in gefahr sehe, und irgendwo meine ich, dass ich durch meine arbeit dem kern der dinge nähergekommen bin, ich lasse mein ‚ding‘ möglichst von selber wachsen, was ich dazu tue ist beobachten, untersuchen, einkreisen, verbinden – auch auf die gefahr von fehlschlüssen. wenn wir uns nicht selbst riskieren, gewinnen wir das lebendige nicht. Deshalb riskiere ich folgende betrachtung: ich glaube nicht, dass abstraktion allein zielführend ist. struktur ist an sich keine abstraktion. aber sie umschliesst sie und schliesst sie aus. Ich meine, man sollte alle doktrinen vermeiden, sie hemmen den natürlichen fluss.“&nbsp;Ein Großteil von Elfriede Stegemeyers Werk wurde 1943 bei einem Bombenangriff zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Elfriede Stegemeyer als auch Alfred Ehrhardt ersetzten das klassische Seestück, also die maritime Darstellung, durch die Seherfahrung natürlicher Strukturen. Beide griffen zur Zeit des Nationalsozialismus zur Kamera, einem Medium, das weniger im Fokus der NS-Kunstzensur und -zerstörung stand.Sie wandten sich in ihren Bildern der Natur zu, und vom Menschen ab undwählten mit ihrer Kamera Ausschnitte, die die Natur abstrahieren. Elfriede Stegemeyer und Alfred Ehrhadt zählten zur fotografischen Avantgarde und wurden erst spät wirklich entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Aufnahmen der Präsentation sind Neuzugänge in der Sammlung Fotografie des Museum Ludwig. Alfred Ehrhardts Werke stammen aus einer großzügigen Schenkung der Familie Bartenbach. Elfriede Stegemeyers Fotografien wurden jüngst aus dem Nachlass des Galeristen Gerd Sander erworben, der mit dazu beigetragen hatte, Stegemeyers Werk bekannt zu machen. Einmal mehr zeigt sich: Die fotografische Moderne ist noch immer nicht auserzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.museum-ludwig.de/" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>



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		<title>Give Me Paradox or Give Me Death &#124; Roni Horn im Museum Ludwig</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/give-me-paradox-or-give-me-death-roni-horn-im-museum-ludwig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 19:10:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Give Me Para­dox or Give Me Death ist eine um­fan­greiche Einze­lausstel­lung der ein­fluss­reichen US-amerikanischen Kün­st­lerin Roni Horn mit über ein­hun­dert Werken, die von den An­fän­gen ihr­er kün­st­lerischen Tätigkeit bis heute [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Roni Horn. Give Me Paradox or Give Me Death | 23. März - 11. August 2024 | Museum Ludwig" src="https://player.vimeo.com/video/935856724?dnt=1&amp;app_id=122963" width="1104" height="621" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Give Me Para­dox or Give Me Death ist eine um­fan­greiche Einze­lausstel­lung der ein­fluss­reichen US-amerikanischen Kün­st­lerin Roni Horn mit über ein­hun­dert Werken, die von den An­fän­gen ihr­er kün­st­lerischen Tätigkeit bis heute reichen. Roni Horns Werk reicht von Fo­to­gra­fie über Zeich­nung und Kün­stler­buch bis hin zu Skulp­tur und In­s­tal­la­tion. Hin­ter dies­er Of­fen­heit ste­ht das Ver­ständ­nis der Kün­st­lerin, das Alles in der Welt wan­del­bar ist und sich kein­er fes­ten Zuschrei­bung un­terord­nen lässt. Die Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig be­trachtet diese Idee an­hand von drei wied­erkehren­den The­men in Horns Schaf­fen: Na­tur, Iden­tität und Sprache. /</p>



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		<title>HIER UND JETZT &#8211; Ukrainische Moderne 1900-1930 &#038; Daria Koltsova &#124; Kunstwerke aus Kyjiw im Museum Ludwig</title>
		<link>https://www.museumsfernsehen.de/hier-und-jetzt-ukrainische-moderne-1900-1930-daria-koltsova-kunstwerke-aus-kyjiw-im-museum-ludwig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 07:43:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über 50 Werke aus dem Nationalen Kunstmuseum der Ukraine sowie dem Mu­se­um für The­ater-, Musik- und Filmkunst der Ukraine in Kyjiw werden aktuell in der Ausstellung HIER UND JETZT im [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Über 50 Werke aus dem Nationalen Kunstmuseum der Ukraine sowie dem Mu­se­um für The­ater-, Musik- und Filmkunst der Ukraine in Kyjiw werden aktuell in der Ausstellung HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Ukrainische Moderne 1900-1930 &amp; Daria Koltsova gezeigt. Sie wurden während des Krieges außer Landes gebracht und wurden zuerst un­ter dem Ti­tel In the Eye of the Storm: Mod­er­nism in Ukraine, 1900-1930s im Museo Na­cio­n­al Thyssen-Bornemisza in Ma­drid präsentiert. In Köln wird diese Auswahl durch Werke aus pri­vat­en Samm­lun­gen und den Bestän­den des Mu­se­um Lud­wig ergänzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstel­lung stellt die Viel­s­tim­migkeit der kün­st­lerischen Stile und kul­turellen Iden­titäten in der Ukraine zu Be­ginn des 20. Jahrhun­derts dar. Sie konzen­tri­ert sich auf die Städte Kyjiw und Charkiw und erzählt die Geschichte der ukrainischen Kün­stler*in­nen der Mod­erne und ihr­er Ver­suche, auf un­ter­schiedlichen We­gen die kul­turelle Iden­tität und Ei­gen­ständigkeit zu prä­gen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Video: artbeats</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.museum-ludwig.de" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>
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