Mit ihrer Installation Feeding the Ghost eröffnet die italienische Künstlerin Camilla Alberti im Kunsthaus Graz einen poetischen wie dringlichen Blick auf das, was wir wegwerfen. Im Zentrum steht die Frage, wie aus Abfall Erinnerung, Verwandlung und Neuanfang entstehen können.
Alberti verwandelt organische Abfälle wie Schalen, Wurzeln, Kaffeesatz oder Samen in Pigmente, Pasten und natürliche Bindemittel. Gemeinsam mit Blättern, Blüten und Früchten formen sie fragile Skulpturen, die zwischen Natur, Körper und Erinnerung oszillieren. Ihre Praxis verbindet skulpturale, textile und rituelle Elemente und begreift Materie als lebendiges Archiv, das sich ständig wandelt.
Die Ausstellung versteht sich als künstlerische Reflexion über ökologische Sensibilität, Kreisläufe der Natur und die transformative Kraft der Materie. Aus dem Weggeworfenen entstehen geisterhafte, hybride Wesen – Symbole für Regeneration und Neubeginn.
Feeding the Ghost findet anlässlich der Verleihung des Umweltkunstpreises 2025 statt, der erstmals gemeinsam vom Kunsthaus Graz, der Stadt Graz und dem Markt der Zukunft vergeben wird.
Mehr unter: www.museum-joanneum.at/kunsthaus-graz





