Für ihr über 25-jähriges, unermüdliches Engagement wurde Barbara Hartje heute mit der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber ausgezeichnet. Kultursenator Dr. Carsten Brosda überreichte die Ehrung des Hamburger Senats im geschichtsträchtigen Rahmen des Geschichtsortes Stadthaus.
Barbara Hartje prägt seit Jahrzehnten maßgeblich, wie Hamburg der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt und wie dieses Wissen an kommende Generationen weitergegeben wird.
Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Erinnerung
„Barbara Hartje leistet einen unverzichtbaren Beitrag für das historische Gedächtnis und die demokratische Kultur unserer Stadt. Ihr Engagement ist gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtspopulismus so unverzichtbar für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ — Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien
Barbara Hartjes Weg begann 1999 als Lehrerin an der Gewerbeschule 13 in Nettelnburg, wo sie Ausstellungen initiierte und Begegnungen zwischen Schülern und Überlebenden ermöglichte. Nach ihrer Pensionierung weitete sie ihren Einsatz kontinuierlich aus:
- Vorsitzende des Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Seit 2011 führt sie den Verein mit großer Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein.
- Schaffung von Gedenkorten: Sie war treibende Kraft bei Projekten wie dem Gedenkort für das Frauenaußenlager in Wandsbek, dem „Ort der Verbundenheit“ in Neuengamme und dem Gedenken an die Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
- Bildung & Netzwerkarbeit: Ob in der Initiative Stadthaus, beim Bertini-Preis oder am Bullenhuser Damm – Barbara Hartje vernetzt Akteure und stärkt die historisch-politische Bildung.
Über die Medaille für treue Arbeit
Die Medaille in Silber wird vom Hamburger Senat an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch langjährige und herausragende Leistungen um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Stadt Barbara Hartjes Rolle als Brückenbauerin zwischen Geschichte und Gegenwart.
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