Graue Figuren als Symbol der Diskriminierung, farbenfrohe Skulpturen für Demokratie und Würde – die „Kunstroute der Toleranz” des Künstlers Ernesto Marques verbindet drei Kulturorte im Kreis Düren zu einem dringenden Appell für eine offene Gesellschaft.
Angesichts gesellschaftlicher Risse und eines spürbaren Verlusts an Solidarität schließen sich drei renommierte Kulturinstitutionen im Kreis Düren zu einem wegweisenden Kooperationsprojekt zusammen: Das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich, das Burgenmuseum Nideggen und die Internationale Kunstakademie Heimbach präsentieren gemeinsam die „Kunstroute der Toleranz” des Künstlers Ernesto Marques – unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Ralf Nolten.
Im Zentrum stehen abstrakte menschliche Skulpturen: „The Boy” und „The Girl”, gleichmäßig verteilt als Zeichen fundamentaler Gleichheit. Monochrom graue Figuren versinnbildlichen Diskriminierung, Trauer und Isolation. Farbenfrohe Skulpturen stehen für Demokratie, Würde und Vielfalt. „Es ist wichtig, aus der Geschichte zu lernen”, sagt Marques. „Künstler haben die Möglichkeit, Werte wie Demokratie, Achtsamkeit und Toleranz mit ihrer Kunst öffentlich zu machen.”
Drei Stationen, drei Themen
Die Route führt durch drei Kulturorte, die jeweils ein eigenes Thema entfalten: „Zerbrechlichkeit” im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich, „Würde” im Burgenmuseum Nideggen und „Befreiung” in der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Bereits vor dem Glasmalerei-Museum steht die acht Meter hohe Stele der Toleranz – bislang die einzige ihrer Art in Nordrhein-Westfalen, entstanden aus einem internationalen Projekt unter Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments.
Den Auftakt bildete die feierliche Eröffnung am 5. Juli 2025 in Linnich, mit Musik jüdischer Komponisten, einem Poetry-Slam der Alsdorfer Schülerin Jana Pelzer und einer persönlichen Führung durch Ernesto Marques. Am 27. September folgt die Eröffnung in Nideggen, am 8. November jene in Heimbach. Alle drei Ausstellungen laufen bis zum 28. Februar 2027. Den feierlichen Abschluss bildet eine Retrospektive und Finissage im März 2027 in der Kreisverwaltung Düren – mitgestaltet von weiterführenden Schulen des Kreises.
Mehr unter: https://www.glasmalerei-museum.de | www.kreis-dueren.de/microsite/burgenmuseum/index.php | www.kunstakademie-heimbach.de/






