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Forum Mobilität Dresden: Das Auto auf dem Prüfstand – Virus oder Zukunftsgarant?

11. März | 19:00

Dresden wird zum Schauplatz einer der hitzigsten Debatten unserer Zeit: Wie viel Platz darf das Auto in unseren Städten noch beanspruchen? Beim kommenden „Forum Mobilität Dresden“ treffen zwei Welten aufeinander – der radikale Rückbau der autogerechten Stadt trifft auf die Vision einer technologischen Evolution.

Die Frage ist so simpel wie komplex: Muss das Auto aus dem Stadtbild verschwinden, um Lebensqualität zu gewinnen, oder rettet uns die Technik vor dem Verkehrschaos?

Die radikale Ansage: Das Auto als „Virus“

Einer der prominentesten Köpfe auf dem Podium ist der Wiener Verkehrsplaner Prof. Hermann Knoflacher. Seit Jahrzehnten provoziert er mit einer klaren Botschaft: Das Auto zerstört den menschlichen Maßstab unserer Städte.

  • Mensch statt Maschine: Knoflacher fordert kompakte, fußgängerfreundliche Strukturen. Für ihn ist das Auto ein „Eindringling“, der den öffentlichen Raum besetzt und die Gesellschaft in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert hat.
  • Gerechte Platzverteilung: Seine Vision ist die Rückeroberung der Straße für Kinder, Flaneure und das soziale Miteinander – weg von der Blechlawine, hin zur urbanen Lebensqualität.

Die Gegenseite: Effizienz durch Technologie

Doch ist ein Totalverzicht die einzige Lösung? Michael Fischer (MILES Mobility) bringt eine andere Perspektive ein. Hier setzt man auf Evolution statt Verdrängung:

  • Shared Mobility: Wenn Autos geteilt statt besessen werden, sinkt der Parkdruck massiv.
  • Brückentechnologien: Ferngesteuerte Elektroautos (Teleoperation) könnten den Übergang zum autonomen Fahren ebnen. Das Ziel: Weniger Fahrzeuge, die jedoch effizienter und bedarfsgerechter genutzt werden.
  • Technik als Retter: Statt das Auto zu verbieten, will diese Seite es revolutionieren – emissionsfrei, platzsparend und intelligent vernetzt.

Diskutieren Sie mit!

Das Forum Mobilität Dresden ist kein statisches Event. Während Hermann Knoflacher und Michael Fischer den Auftakt bilden, wird das Podium in den kommenden Wochen durch weitere Expertinnen und Experten ergänzt, um das gesamte Spektrum zwischen Verzicht und Innovation abzudecken.

Mehr unter: www.verkehrsmuseum-dresden.de

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