Hamburgs Jahr der Fotografie: 9. Triennale und hochkarätige Herbst-Highlights 2026

Mit der 9. Triennale der Photographie als sommerlichem Kraftzentrum und einer Bilanz von über 185.000 Besuchern im Vorjahr starten die Deichtorhallen Hamburg in ein ambitioniertes Ausstellungsjahr 2026. Das Programm reicht von der radikalen Ästhetik F.C. Gundlachs bis hin zu den KI-Visionen von Hito Steyerl.

Nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2025, das trotz der Sanierung des Hauses der Photographie ein Besucherplus von 20 Prozent verzeichnete, setzen die Deichtorhallen 2026 konsequent auf das Medium Fotografie.

Der Sommer: 9. Triennale der Photographie

Juni bis September 2026

Unter dem Titel »Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other« rückt die Triennale unter der künstlerischen Leitung von Mark Sealy die heilende und transformative Kraft der Linse in den Fokus.

  • Die Hauptausstellung: In der Halle für aktuelle Kunst zeigen 30 internationale Positionen, wie Fotografie, Video und Film transglobale Gemeinschaften verbinden und neue Erfahrungsräume öffnen.
  • Hommage an einen Visionär: Zum 100. Geburtstag des Triennale-Gründers F.C. Gundlach (16. Juli 2026) präsentiert die Schau »Cocktail Prolongé« rund 300 Werke aus seiner Sammlung. Gezeigt wird hier nicht der Modefotograf, sondern der leidenschaftliche Sammler, der jenseits von Konventionen nach Brüchen und Wahrhaftigkeit suchte.
  • Experimentelles im PHOXXI: Akosua Viktoria Adu-Sanyah und Abdulhamid Kircher aktivieren die emotionalen Frequenzen analoger Farbfotografie in raumgreifenden Installationen.

Der Herbst: Pop-Ikonen und digitale Welten

Nach dem Triennale-Sommer folgen zwei Ausstellungen, die sich kritisch mit der Gegenwart und der Popkultur auseinandersetzen:

  • Joyce Pensato (Sammlung Falckenberg, ab Oktober): Die erste institutionelle Schau in Europa seit dem Tod der Künstlerin 2019. Pensato interpretierte Comic-Figuren wie Mickey Mouse oder Batman in einem aggressiven, gestisch-expressiven Schwarz-Weiß-Stil neu und gab ihnen eine ungeahnte psychologische Wucht.
  • Hito Steyerl (Halle für aktuelle Kunst): Eine umfassende Werkschau der vielfach ausgezeichneten Medienkünstlerin. Steyerl analysiert mit Scharfsinn und Humor die hybriden Bildwelten unserer Zeit – von KI und Algorithmen bis hin zum globalen Klimakollaps.

Mehr unter: deichtorhallen.de

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