Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen setzt 2026 unter der Direktion von Susanne Gaensheimer auf ein Programm, das wissenschaftliche Tiefe mit radikaler Offenheit verbindet. Von den visionären Tierdarstellungen Franz Marcs bis hin zu raumgreifenden KI-Installationen im K21 – das Museum präsentiert sich als lebendiger Ort für eine neue Generation.
Das kommende Jahr steht im Zeichen der Inklusion und der Erforschung technischer wie gesellschaftlicher Umbrüche. Während das K20 im Frühjahr zur begehbaren Installation für Familien wird, verwandelt sich das K21 in ein Trainingsgelände für Mensch-Maschine-Kollaborationen.
K20 am Grabbeplatz: Abstraktion und Interaktion
Das Stammhaus der Sammlung widmet sich 2026 den Pionieren der Moderne und schafft gleichzeitig Raum für die Kleinsten.
Highlights im K20:
- Queere Moderne (bis 15.02.2026): Den Auftakt bildet das Ende dieser europaweit ersten Schau, die mit 130 Werken die Rolle queerer Künstler*innen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts neu bewertet.
- Anne Truitt – Pionierin der Minimal Art (28.03. – 02.08.2026): Erstmals in Europa präsentiert das Museum das Lebenswerk der US-Amerikanerin, die den Minimalismus mit ihren farbgewaltigen Stelen revolutionierte.
- Playground (ab 25.04.2026): Für ein ganzes Jahr verwandelt sich die große Halle in einen künstlerisch gestalteten Spielplatz der Künstler Sonia Kazovsky und Oded Rimon. Ein radikaler Schritt, um das Museum als „Ort für alle“ zu etablieren.
- Franz Marc (12.09.2026 – 24.01.2027): Die erste große Einzelschau seit über 20 Jahren zeigt den Weg des Mitbegründers des „Blauen Reiter“ von der Naturverbundenheit hin zur kubistischen Abstraktion.
K21 im Ständehaus: Gegenwartskunst und KI
Im K21 liegt der Fokus 2026 auf den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und der Gestaltung unserer Lebensräume.
Highlights im K21:
- Grund und Boden (bis 19.04.2026): Eine Gruppenausstellung mit 34 Positionen (u.a. Beuys, Gursky), die ausgehend von der Parlamentshistorie des Hauses über Ressourcen und Gemeineigentum debattiert.
- Jon Rafman (30.05. – 27.09.2026): Der Wegbereiter der Internet-Ästhetik zeigt seine neuesten KI-Experimente und beleuchtet die Bildsprache digitaler Netze kritisch und euphorisch zugleich.
- Holly Herndon & Mat Dryhurst: Starmirror (26.06. – 11.10.2026): Eine immersive Klanginstallation, bei der Besucher Teil eines Datensatzes für einen „KI-Chor“ werden – basierend auf den mittelalterlichen Gesängen der Hildegard von Bingen.
- Thomas Schütte (14.11.2026 – 18.04.2027): Der international renommierte Künstler aus dem Rheinland bespielt das gesamte K21 mit seinen Architekturmodellen und Skulpturen – ein Heimspiel der Extraklasse.
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