Mit Diane Arbus: Konstellationen zeigt der Gropius Bau ab dem 16. Oktober 2025 die bislang umfangreichste Retrospektive der US-amerikanischen Fotografin (1923–1971). Nach Stationen im LUMA Arles und in der Park Avenue Armory in New York umfasst die Berliner Schau 454 Schwarz-Weiß-Fotografien – viele davon erstmals öffentlich zu sehen.
Die Ausstellung verzichtet bewusst auf eine chronologische oder thematische Gliederung. Stattdessen bewegt sich das Publikum durch eine labyrinthische Architektur aus schwarzen Gitterwänden und entdeckt Verbindungen zwischen ikonischen Porträts und weniger bekannten Arbeiten. Zu sehen sind unter anderem A box of ten photographs mit Klassikern wie Identical twins, Roselle, N.J. (1967) und A young Brooklyn family going for a Sunday outing, N.Y.C. (1966).
Arbus’ Werk, das von den späten 1950er Jahren bis zu ihrem Tod 1971 entstand, zeichnet ein komplexes Bild der US-amerikanischen Gesellschaft – von Drag-Performer*innen über Vorstadtfamilien bis zu Berühmtheiten wie Mae West oder James Brown. Ab den frühen 1960ern arbeitete sie mit einer Mittelformatkamera, die auf Hüfthöhe gehalten wurde, um den Augenkontakt zu wahren und eine direkte Beziehung zu ihren Motiven aufzubauen.
Erst posthum begann ihr ehemaliger Schüler Neil Selkirk, autorisierte Abzüge aus ihren Originalnegativen herzustellen. Konstellationen vereint nun erstmals alle von Selkirk gefertigten Prints und würdigt Arbus’ Einfluss auf die Anerkennung der Fotografie als eigenständige Kunstform – sie war die erste Fotografin, deren Werke auf der Biennale von Venedig gezeigt wurden.
Ausstellung: Diane Arbus: Konstellationen
Zeitraum: 16. Oktober 2025 – 18. Januar 2026
Ort: Gropius Bau, Berlin
Mehr unter: www.gropiusbau.de






