Das Kunst Museum Winterthur verwandelt die Villa Flora in einen Ort des Lichts. Die Ausstellung „Tout est lumière“ widmet sich der Faszination der klassischen Moderne für die Sonne Südfrankreichs und zeigt, wie Künstler wie Van Gogh, Cézanne und Matisse das Licht als Befreiungsschlag für ihre Malerei entdeckten.
Während die Impressionisten das Licht bereits in Paris für sich entdeckt hatten, zog es die nachfolgende Generation konsequent weg vom trüben Grau der Hauptstadt hin zum strahlenden Süden. Die aktuelle Schau in der Villa Flora folgt dieser Bewegung und lässt die Besucher in sonnendurchflutete Landschaften eintauchen.
Aufbruch in die künstlerische Freiheit
Für Künstler wie Vincent van Gogh oder Henri Matisse war der Süden weit mehr als ein idyllischer Ferienort. Die Lichtverhältnisse der Provence und der Riviera boten ihnen den nötigen künstlerischen Freiraum für neue Recherchen und Ausdrucksformen, um die Moderne radikal voranzutreiben.
In der Ausstellung sind absolute Meisterwerke zu bewundern, darunter:
- Vincent van Gogh: Mit Werken wie „Sardette und Leem“ feiert er das Licht in all seinen Facetten – vom strahlenden Tag bis zur sanften Abendstimmung.
- Paul Cézanne: Nach einem Aufenthalt in Paris kehrte er in seine Heimat zurück, um dort seine „Exerzitien zur Malerei“ zu vertiefen und die Struktur des Lichts zu erforschen.
Ein Vermächtnis der Sammlerfamilie Hahnloser
Besonders bemerkenswert: Alle gezeigten Werke stammen aus den eigenen Beständen des Museums. Ein Großteil geht auf die Sammlung von Hedy und Arthur Hahnloser zurück. Das Sammlerehepaar brachte mit großem Engagement und Offenheit die moderne französische Kunst nach Winterthur und legte damit den Grundstein für die heutige Bedeutung der Sammlung.
„Tout est lumière“ versteht sich somit nicht nur als eine Hommage an das Licht des Südens und die Freiheit der Künstler, sondern auch als Würdigung der visionären Sammlerarbeit der Familie Hahnloser.
Produktion: arttv.ch
Mehr unter: www.kmw.ch



