
8. Tag der Provenienzforschung bei den Staatlichen Museen zu Berlin
8. April | 9:00 – 18:00

Woher stammen unsere Kunstschätze? Am Mittwoch, den 8. April 2026, rückt eine der spannendsten Disziplinen der Museumswelt ins Rampenlicht: Zum Internationalen Tag der Provenienzforschung öffnen die Staatlichen Museen zu Berlin ihre Archive und präsentieren die detektivische Arbeit hinter den Sammlungen.
Detektivarbeit im Museum: Von der Gemäldegalerie bis Dahlem
Die Herkunftsforschung ist heute zentraler denn je. In diesem Jahr bieten die Berliner Häuser ein besonders dichtes Programm an Führungen und Workshops an. Besucherinnen und Besucher können den Expertinnen und Experten an geschichtsträchtigen Orten über die Schulter schauen:
- Bode-Museum & Gemäldegalerie: Fokus auf klassische Kunstwerke und deren oft wechselvolle Wege.
- Neue Nationalgalerie: Einblicke in die Provenienzen der Moderne.
- Forschungscampus Dahlem: Ein Blick in die Werkstatt der Wissenschaft, wo Sammlungsgeschichte interdisziplinär entschlüsselt wird.
#Spurensuche: Ein Stadtspaziergang durch das dunkle Erbe Berlins
Ein besonderes Highlight sind die mittlerweile traditionellen Provenienzspaziergänge. Unter dem Hashtag #Spurensuche haben sich acht renommierte Institutionen zusammengeschlossen – darunter das Jüdische Museum Berlin, das Deutsche Historische Museum und die Stiftung Topographie des Terrors.
Auf vier verschiedenen Routen durch die Berliner Mitte werden die unsichtbaren Narben der Stadt sichtbar gemacht. Die Touren beleuchten:
- Die Arbeit der Forscherinnen in den Archiven.
- Sichtbare Spuren der NS-Herrschaft im heutigen Stadtbild.
- Die Schicksale verfolgter Menschen und Institutionen, deren Besitz einst systematisch entzogen wurde.
