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	<title>Merzbau &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Kurt Schwitters: Aus Trümmern eine Welt bauen – Retrospektive im Zentrum Paul Klee</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 14:21:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentrum Paul Klee]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Kaputt war sowieso alles, und es galt aus den Scherben Neues zu bauen.“ Mit dieser radikalen Ehrlichkeit begründete Kurt Schwitters (1887–1948) sein Lebenswerk. Das Zentrum Paul Klee in Bern widmet dem großen Individualisten der Avantgarde nun die erste umfassende Schweizer Schau seit über 20 Jahren: „Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung, die im Frühjahr 2026 zu sehen ist, zeigt Schwitters nicht nur als Dadaisten, sondern als visionären Erneuerer, der die Grenzen zwischen Kunst, Architektur, Typografie und Literatur einriss.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Prinzip „Merz“: Recycling als geistige Wertschöpfung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mitten im Chaos nach dem Ersten Weltkrieg erfand Schwitters seine eigene Kunstform: <strong>Merz</strong>. Er sammelte den Abfall der Zivilisation – Fahrkarten, Zeitungsschnipsel, Draht und Holzreste – und „nagelte“ daraus eine neue, harmonische Ordnung zusammen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Die Collage als Weltbild:</strong> Für Schwitters lag der Wert eines Werks nicht im edlen Material, sondern in der geistigen Fähigkeit, aus Müll Schönheit zu erschaffen.</li>



<li><strong>Der Merzbau:</strong> Ein absolutes Highlight der Ausstellung ist der immersive Nachbau des legendären Hannoveraner Merzbaus. Diese begehbare Skulptur gilt als einer der ersten Vorläufer der modernen Installationskunst.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Der Grenzgänger: Zwischen Dada und Design</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Schwitters mit Größen wie Hans Arp oder El Lissitzky vernetzt war, blieb er zeitlebens ein Einzelgänger mit bürgerlicher Fassade, der es liebte, sowohl das Publikum als auch seine revolutionären Künstlerkollegen zu provozieren.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Typografie-Pionier:</strong> Schwitters prägte das moderne Grafikdesign und die Werbegestaltung massiv – ein Erbe, das bis heute im Schweizer Grafikstil nachwirkt.</li>



<li><strong>Literat und Performer:</strong> Berühmt für sein Gedicht <em>An Anna Blume</em>, schuf er mit der <em>Ursonate</em> ein epochales Lautgedicht.</li>
</ul>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Live-Tipp:</strong> Die <em>Ursonate</em> wird als Performance am <strong>18. April (14:00 Uhr)</strong> und <strong>19. April 2026 (11:00 Uhr)</strong> vom Musiker Michael Schmid im Zentrum Paul Klee aufgeführt.</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Exil und die Stille der Landschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein bisher wenig beachteter Aspekt der Ausstellung sind die Jahre im Exil. Nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten 1937 lebte Schwitters in Norwegen und später in England.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Zwei Gesichter der Kunst:</strong> Während er privat an seinen abstrakten Merz-Projekten festhielt, sicherte er sich im Exil sein Überleben durch beeindruckende, fast klassische Porträts und Landschaften.</li>



<li><strong>Unbeirrbar:</strong> Trotz Internierung und Armut arbeitete er bis zu seinem Tod an neuen Merzbauten im Lake District.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Erlebnis für alle Sinne</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schau bietet mehr als reines Betrachten:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Immersiver Merzbau:</strong> Tauchen Sie direkt in die Raumkunst von Schwitters ein.</li>



<li><strong>Interaktives Atelier:</strong> Im Collage-Atelier können Besucher nach Schwitters-Vorbild selbst zu Schere und Kleber greifen.</li>



<li><strong>Typografischer Dialog:</strong> Studierende der ZHdK interpretieren <em>An Anna Blume</em> neu und schlagen so die Brücke in das Grafikdesign von heute.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.zpk.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zpk.org</a></p>
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		<title>Avantgarde, Tropen und Stillleben: Das Zentrum Paul Klee präsentiert die Jahresvorschau 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 08:52:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zentrum Paul Klee]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Zentrum Paul Klee (ZPK)</strong> in Bern setzt seine erfolgreichen Ausstellungsreihen zur globalen Moderne und deren Erbe im Jahr 2026 fort und präsentiert drei große Einzelausstellungen zu Künstlern, die an den Grenzen ihrer Medien gearbeitet haben. Ergänzt wird das Programm durch neue Schwerpunkte in der Dauerausstellung <em>Kosmos Klee</em> und ein hochkarätiges Spartenprogramm aus Musik und Literatur.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Frühjahr: Kurt Schwitters – Grenzgänger der Avantgarde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ausstellungsjahr startet mit <strong>„Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde“</strong>, der ersten umfassenden Schau zu Kurt Schwitters (1887–1948) in der Schweiz seit 20 Jahren. Schwitters gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Künstler der Avantgarde und verkörperte den Geist der künstlerischen Freiheit der 1920er-Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein vielschichtiges Werk zeichnet sich durch eine unverwechselbare Synthese aus Kunst, Design und Literatur aus. Die Ausstellung beleuchtet seine Rolle als unabhängiger Künstler zwischen den Strömungen der Moderne und präsentiert das gesamte Spektrum seines Schaffens: von dadaistischen Collagen, die das Prinzip der Collage als Suche nach Sinnzusammenhängen im Chaos des modernen Alltags zelebrieren, über den begehbaren „Merzbau“ – einem Vorläufer der Installationskunst – bis hin zu naturalistischen Porträts und experimentellen Texten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sommer: Die monumentale Malerei von Anne Loch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer zeigt das ZPK die erste Einzelausstellung zur deutschen Malerin <strong>Anne Loch</strong> (1946–2014) unter dem Titel <strong>„Anne Loch. Malerei: Na und?“</strong>. Loch, die sich zeitweise in der Schweiz niederließ, schuf ein geheimnisvolles und spannungsvolles Œuvre, das sie im Stillen in den Bündner Bergen weiterentwickelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre monumentalen Bilder von Blumen, Tieren, Insekten und Landschaften wirken nur auf den ersten Blick idyllisch. Die Schau mit rund 70 Werken beleuchtet Lochs Auseinandersetzung mit den Grenzen der Malerei, wobei Linien, Farben und Flächen in den Vordergrund treten und die Motive sich zwischen Gegenständlichem und Abstraktem auflösen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Herbst: Roberto Burle Marx – Revolutionär der Landschaftsarchitektur</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Herbstausstellung ist dem legendären brasilianischen Landschaftsarchitekten <strong>Roberto Burle Marx</strong> (1909–1994) gewidmet. Als vielseitiger Künstler, der auch als Maler, Grafiker, Bildhauer, Designer und Umweltaktivist tätig war, revolutionierte Burle Marx die Landschaftsarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geiste der brasilianischen Avantgarde übertrug er Gestaltungsprinzipien aus der Malerei und Musik auf die Natur. Seine Parkanlagen mit einheimischen tropischen Pflanzenarten erinnern an abstrakte Gemälde, in die er Skulpturen und Reliefs integrierte. Mit seinem Schaffen setzte er sich für die kulturelle Aufwertung dessen ein, was als „brasilianisch“ galt, und engagierte sich gleichzeitig für den Schutz der brasilianischen Flora.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fokus auf Klee-Schüler und die Rückseiten der Kunst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Ausstellungsserie <strong>Fokus</strong> werden 2026 drei Präsentationen in der Dauerausstellung <em>Kosmos Klee</em> gezeigt.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eine Präsentation widmet sich dem Architekten, Maler und Bildhauer <strong>Hans Fischli</strong> (1909–1989), einem Schüler Klees am Bauhaus, und beleuchtet dessen Zeichnungsserie <em>Zellengebilde</em>, die während einer Haftstrafe entstand, sowie die politische Lage der 1930er- und 1940er-Jahre.</li>



<li>Die zweite Präsentation lädt dazu ein, die <strong>Rückseiten von Paul Klees Werken</strong> zu entdecken. Bei rund 600 Werken des Künstlers finden sich dort Zeichnungen oder Aquarelle, die Teil eines fortlaufenden Werkprozesses waren.</li>



<li>Abschließend wird im Herbst ein Fokus zur vielgereisten Malerin, Fotografin und Bauhaus-Schülerin <strong>Florence Henri</strong> (1893–1982) gezeigt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Musik und Literatur</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das spartenübergreifende Programm ergänzt die Ausstellungen mit hochkarätigen Veranstaltungen. Die Meisterkonzertreihe lädt unter anderem den Geiger Daniel Hope, die Cellistin Anastasia Kobekina und den Gitarristen Miloš Karadaglić ein. Im Rahmen der Lesungsreihe präsentieren zudem namhafte Literat*innen wie Kristine Bilkau, Katerina Poladjan, Ilma Rakusa, Sylvie Schenk und Daniel Schreiber ihre neuesten Werke.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dauerausstellung </strong><strong><em>Kosmos Klee. Die Sammlung&nbsp;</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Dauerausstellung „Kosmos Klee. Die Sammlung“</strong> im Zentrum Paul Klee in Bern bietet Besucherinnen und Besuchern einen chronologischen Einblick in das künstlerische Schaffen Paul Klees. Die Präsentation, die rund 70 Werke des Meisters sowie umfangreiches biografisches Material und Archivalien umfasst, wird in regelmäßigen Abständen neu bestückt, um die Vielschichtigkeit von Klees Œuvre immer wieder neu zu beleuchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://zpk.ch" target="_blank" rel="noopener">zpk.ch</a></p>
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