Vom 13. August bis 26. Oktober 2025 zeigt die Kunsthalle Bremen unter dem Titel „Spuren der Zeit“ eine hochkarätige Auswahl europäischer Druckgraphiken vom 16. bis 19. Jahrhundert. Die Ausstellung präsentiert rund 40 Meisterwerke aus der Sammlung des Museums für westliche und östliche Kunst Odesa, das aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in akuter Gefahr steht.
Meister der Druckkunst – Von Rembrandt bis van Dyck
Zu sehen sind Arbeiten berühmter Radierer, Holzschneider und Kupferstecher wie Rembrandt van Rijn, Anthonis van Dyck, Jacques Callot, Gérard Edelinck, Cornelis Cort, Johann Elias Ridinger, Adriaen van Ostade und Niccoló Boldrini. Die Blätter stammen aus einer der bedeutendsten musealen Einrichtungen der Ukraine, deren Sammlungen von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert reichen.
Kulturelles Erbe unter Schutz
Die Kunsthalle Bremen setzt mit der Ausstellung ein starkes Zeichen der kulturellen Solidarität. Sie unterstützt aktiv die Bemühungen des Museums in Odesa, seine Bestände an sichere Orte zu bringen und gleichzeitig international sichtbar zu machen. Für die Bremer Institution, die selbst eine kriegsbedingt bewegte Sammlungsgeschichte hat, ist der Schutz von Kulturgütern ein zentrales Anliegen.
Städtepartnerschaft als kulturelle Brücke
Die Ausstellung ist Teil der jüngsten Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Odesa, die 2023 ins Leben gerufen wurde – als Antwort auf die russische Invasion, aber auch auf Grundlage zahlreicher bereits bestehender Verbindungen in Kultur, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kirche. Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung, betont:
„Die Präsentation der Druckgraphiksammlung in Bremen ist nicht nur ein bedeutender kultureller Austausch – sie ist ein starkes Signal der Solidarität mit der ukrainischen Museumslandschaft in Zeiten größter Bedrohung.“
Parallel zur Bremer Ausstellung werden auch Gemälde aus Odesa in Berlin und Heidelberg gezeigt – ein gemeinsames Zeichen für internationalen Kulturgutschutz und kulturelle Vernetzung.
Mehr unter: www.kunsthalle-bremen.de







