Die Luzerner Künstlerin Margaretha Dubach verwandelt Alltagsgegenstände und Fundstücke in mystische Kunstwerke. Eine neue Ausstellung würdigt nun die enorme Bandbreite ihres Schaffens, das zwischen Surrealismus, Volksfrömmigkeit und modernem Upcycling oszilliert.
Margaretha Dubach, 1938 in Luzern geboren, ist eine Sammlerin von Geschichten. Für sie besitzt jeder Gegenstand eine eigene Erzählkraft, die es zu entdecken gilt. Geprägt durch ihre Ausbildung an der Kunstgewerbeschule und den surrealistischen Maler Max von Moos, hat sie eine Bildsprache entwickelt, die heute – in Zeiten von Nachhaltigkeit und Achtsamkeit – aktueller denn je erscheint.
Schätze vom Flohmarkt und aus dem Wald
Dubachs Arbeitsmaterialien stammen oft von französischen Flohmärkten (Brocantes), aus Fundgruben oder direkt aus der Natur des Waldes. Aus diesen Fundstücken arrangiert sie:
- Masken und Schreine: In detaillierter Kleinarbeit setzt sie die Objekte neu zusammen.
- Modellierte Details: Manchmal ergänzt sie die Fundstücke durch selbst modellierte Augen oder Nasen, um den Objekten einen fast menschlichen Ausdruck zu verleihen.
Zwischen Barock und Volksfrömmigkeit
In ihrem Werk fließen verschiedene kunsthistorische Strömungen zusammen. Neben dem Surrealismus und dem Nouveau Réalisme spielt vor allem die Volksfrömmigkeit ihrer Heimat im Luzerner Hinterland eine zentrale Rolle. Sie bringt mystische Elemente spielerisch in ihre Kompositionen ein, ohne dabei zu bewerten.
Ein Augenzwinkern an die Menschheit
Trotz der oft tiefgründigen oder mystischen Anmutung ihrer Schreine und Masken ist Dubachs Schaffen immer auch eine Einladung zum Schmunzeln. Ihre wertfreien Kompositionen regen dazu an, über das menschliche Dasein und uns selbst auch einmal zu lachen.
Produktion: arttv.ch
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