Julie Mehretu im K21 Düsseldorf: Erste große Überblicksausstellung in Deutschland

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Mit rund 100 Werken zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ab 2025 im K21 die bislang umfassendste Ausstellung der äthiopisch-amerikanischen Künstlerin Julie Mehretu (*1970 in Addis Abeba) in Deutschland. In Kooperation mit der Pinault Collection, die 2024 bereits „Julie Mehretu. Ensemble“ im Palazzo Grassi in Venedig präsentierte, wird nun die ganze Spannweite eines außergewöhnlichen künstlerischen Werks sichtbar – von den frühen Arbeiten bis hin zu ihren aktuellen, monumentalen Gemälden.

Zwischen Geopolitik, Abstraktion und Bildsprache

Die Ausstellung vereint Mehretus Entwicklung von urbanistisch inspirierten Linienzeichnungen der 1990er Jahre bis hin zu vielschichtigen, abstrakten Großformaten, in denen sie Fotografie, digitale Medien und klassische Malerei kombiniert. Ihre Arbeiten beginnen oft mit medialen Bildern – von Protesten, Kriegsgebieten oder historischen Schauplätzen – die sie durch Übermalung, Notation und Abklebung in völlig neue Bildräume transformiert.

Besonders faszinierend: Die Ausstellung gewährt Einblicke in Mehretus kreativen Prozess. Selten gezeigte Papierarbeiten, Skizzen und Referenzmaterialien machen das konzeptuelle Denken der Künstlerin erfahrbar. Ergänzt wird die Schau durch zeitbasierte Medien, darunter ein von Mehretus Werk inspiriertes Musikalbum, ein Dokumentarfilm sowie eine Videoarbeit.

Julie Mehretu – eine Stimme der globalen Gegenwartskunst

Als eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart steht Mehretu für eine Kunst, die sich mit Migration, Kolonialismus, Protestkultur und globalen Machtverhältnissen auseinandersetzt – und dies in einer Sprache, die visuell komplex, politisch aufgeladen und zugleich poetisch ist.

Die Ausstellung im K21 ist mehr als eine Retrospektive – sie ist ein intensiver Dialog mit der Gegenwart, der neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst, Geschichte und Gesellschaft eröffnet.

Mehr unter: www.kunstsammlung.de

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