Der Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal präsentiert mit „Emotion in Motion“ eine außergewöhnliche Werkschau der Künstlerin Rebecca Horn. Inmitten der Natur entfalten ihre kinetischen Skulpturen eine ganz eigene Dynamik, die weit über bloße Mechanik hinausgeht.
Wer die Ausstellungshallen im Skulpturenpark betritt, wird Teil einer Inszenierung, die alle Sinne anspricht. Die Arbeiten von Rebecca Horn, die vom 14. März bis zum 30. August 2026 zu sehen sind, zeichnen sich durch ein Wechselspiel aus plötzlicher Eruption und tiefer Stille aus.
Jenseits der Mechanik: Berührende Poesie
Obwohl viele ihrer Werke auf komplexen Mechanismen beruhen, steht die Technik nie im Vordergrund. Vielmehr geht es um eine „poetische, schön gesehene und umgesetzte Poesie“. Die Bewegungen der Skulpturen werden als ein „Rühren“ beschrieben – ein Begriff, der sowohl die physische Bewegung als auch die emotionale Berührung des Betrachters umfasst.
Die Qualität der Stille
Ein faszinierendes Element der Schau ist der Rhythmus der Arbeiten. Eine Skulptur kann lange Zeit in einem fast „ausgegossenen Zustand“ verharren, bevor sie sich plötzlich physisch und klanglich in den Raum ergießt. Doch gerade das langsame Zurückziehen in die Ruhe ist es, was die besondere Qualität und Faszination ausmacht.
Natur und Materialität
Rebecca Horn nutzt Materialien mit einer starken inhärenten Symbolik oder einem gewissen Pathos – seien es Federn oder ein abgesägter Ast. Im Skulpturenpark Waldfrieden verlassen diese Arbeiten den klassischen „White Cube“ musealer Situationen. Durch die großen Fenster der Hallen treten sie in einen direkten Dialog mit dem umgebenden Wald und der Landschaft.
Die Ausstellung thematisiert letztlich eine „Irrationalität der Welt“. Wenn die Skulpturen ertönen und sich ihre Bewegungen über die Gestelle leiten, scheinen sie Antworten auf die Unstimmigkeiten unserer Realität zu suchen.
Mehr unter: skulpturenpark-waldfrieden.de





