Vom bäuerlichen Armenhaus zum hochindustrialisierten Global Player: Liechtenstein hat in den letzten 80 Jahren eine Transformation vollzogen, die weltweit ihresgleichen sucht. Seit heute, dem 26. März 2026, widmet das Liechtensteinische Landesmuseum diesem rasanten Strukturwandel die Sonderausstellung „Wirtschaft Liechtenstein“.
Es ist eine Geschichte von mutigen Entscheidungen, einer Prise Glück und einem Wachstum, das heute die Grenzen der Logik sprengt: In einem Land mit rund 40.000 Einwohnern gibt es mittlerweile mehr Arbeitsplätze als Menschen.
Der Sprung aus der Zeit
Noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war das Fürstentum überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Wer heute durch die modernen Industriegebiete oder das Bankenviertel in Vaduz spaziert, kann sich kaum vorstellen, dass der Umbruch erst nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig Fahrt aufnahm.
- Die Industrialisierung: Liechtenstein ist heute eines der am höchsten industrialisierten Länder der Welt – ein Fakt, der oft im Schatten des prominenten Finanzplatzes steht.
- Internationale Vernetzung: Vom lokalen Handwerk zur globalen Systemrelevanz – die Ausstellung zeigt, wie liechtensteinische Unternehmen Weltmärkte eroberten.
Menschen im Zentrum des Wandels
Anstatt sich nur auf nackte Zahlen und Bilanzen zu konzentrieren, rückt das Landesmuseum die menschliche Komponente in den Fokus. Die Ausstellung ist eine Hommage an jene Generationen, die den Umbruch am eigenen Leib erfahren haben.
- Filmische Zeitzeugnisse: In dokumentierten Erinnerungen berichten Unternehmer:innen, Arbeiter:innen und Gestalter:innen von den Momenten des Aufbruchs.
- Verantwortung und Entscheidung: Der Weg war nicht immer vorgezeichnet. Die Schau beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der Bewahrung von Traditionen und dem notwendigen Mut zur Innovation.
Mehr unter: www.landesmuseum.li





