Anlässlich des 150. Geburtstags von Carl Gustav Jung widmet das Landesmuseum Zürich der Entdeckung der menschlichen Psyche in der Schweiz eine tiefgründige Schau. Im Zentrum steht Jungs legendäres, visionäres Manuskript.
Die Schweiz war die Heimat großer “Seelensucher” wie Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche und allen voran Carl Gustav Jung. Im Landesmuseum Zürich läuft seit Mitte Oktober die umfassende Ausstellung „Seelenlandschaften: C. G. Jung und die Entdeckung der Psyche in der Schweiz“, die erstmals die enge Verbindung zwischen dem Land und der Entwicklung von Psychiatrie und Psychoanalyse sichtbar macht.
Video-Einblick in Jungs Kosmos
Wie wirkte sich die Landschaft auf die revolutionären psychologischen Ideen aus? In unserem Video-Feature erhalten Sie Einblicke in die “Psycho-Geographie” der Schweiz, die die Schau anhand von wegweisenden Konzepten – vom Rorschach-Test bis zu Ludwig Binswangers Daseinsanalyse – entschlüsselt.
Das legendäre Zentrum: Das Rote Buch
Herzstück der Ausstellung ist C. G. Jungs berühmtes „Rotes Buch“, ein opulent illustriertes Manuskript, das er während einer tiefgreifenden Phase der Selbstreflexion und Konfrontation mit seinem Unbewussten schuf. Das Buch zeugt von Jungs fundamentaler Arbeit, die zur Entstehung seiner Analytischen Psychologie führte.
Doch die Ergründung der Seele beschränkt sich nicht auf die Wissenschaft. Visionäre Kunstwerke aus der Schweiz begleiten Jungs Gedankenwelt:
- Johann Heinrich Füssli
- Meret Oppenheim
- Rudolf Steiner
- Thomas Hirschhorn
- Heidi Bucher (mit ihrem ikonischen Werk «Das Audienzzimmer des Doktor Binswanger»)
Die Ausstellung schafft ein eindrucksvolles Panorama, das die Verflechtung von Kunst, Psychiatrie und der Landschaft der Eidgenossenschaft beleuchtet.
Aktuelle Daten zur Ausstellung:
- Titel: Seelenlandschaften: C. G. Jung und die Entdeckung der Psyche in der Schweiz
- Ort: Landesmuseum Zürich
- Laufzeit: 17.10.2025 – 15.02.2026
Mehr unter: www.landesmuseum.ch



