Was passiert, wenn Menschen eine Museumsausstellung nicht nur betrachten, sondern mit eigenen Ideen, Formen und Farben darauf antworten? Dieser Frage widmet sich die Sonderausstellung „ECHO – Ein Museumsprojekt mit Menschen vom hpz“ im Liechtensteinischen LandesMuseum.
In Zusammenarbeit mit dem Heilpädagogischen Zentrum des Fürstentums Liechtenstein (hpz) haben sich Menschen mit Behinderung von Objekten aus der Dauerausstellung inspirieren lassen. Entstanden sind individuelle künstlerische Arbeiten, die nun direkt neben den jeweiligen Museumsobjekten präsentiert werden.
Aus historischen Objekten entstehen neue Geschichten
Die Werke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bilden ein ganz persönliches Echo auf die Sammlung des Landesmuseums. Sie greifen Objekte, Themen und Geschichten auf und übersetzen sie in eigene Formen und Ausdrucksweisen.
So entsteht ein Dialog zwischen historischen Museumsobjekten und zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten. Bekanntes wird aus einer neuen Perspektive sichtbar, während aus Geschichte ganz persönliche Geschichten entstehen.
Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Sammlung des Landesmuseums mit anderen Augen zu betrachten und sich auf überraschende Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart einzulassen.
Ein Museum als Ort der Begegnung
„ECHO“ versteht sich zugleich als Beitrag zu einer inklusiven Museumsarbeit. Das Projekt zeigt, wie Menschen mit Behinderung aktiv an der Gestaltung kultureller Räume beteiligt werden können – nicht nur als Besucherinnen und Besucher, sondern als kreative Mitgestaltende.
Damit stellt die Ausstellung auch die Frage, wie Barrierefreiheit und Teilhabe in Museen weitergedacht werden können. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, gemeinsames Gestalten und die Möglichkeit, eigene Perspektiven sichtbar zu machen.
Eröffnung mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesmuseums und hpz
Zur Eröffnung begrüßt Andrea Kauer Loens, Museumsdirektorin des Liechtensteinischen LandesMuseums, die Gäste. Die Grussworte spricht Stephan Scheuzger, Mitglied des Stiftungsrats des Liechtensteinischen LandesMuseums.
In das Thema führt Monika Grabuschnigg, Abteilungsleitung Tagesstruktur des hpz, ein.
Die Eröffnung gibt damit zugleich Einblick in die Zusammenarbeit zwischen dem Liechtensteinischen LandesMuseum und dem Heilpädagogischen Zentrum und macht sichtbar, wie aus einem gemeinsamen Museumsprojekt ein kreativer Austausch entstehen kann.
Ein persönliches Echo auf die Museumssammlung
„ECHO“ verändert den Blick auf die Dauerausstellung, ohne deren historische Objekte in den Hintergrund zu rücken. Vielmehr treten die Werke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihnen in einen unmittelbaren Dialog.
Das Ergebnis ist eine Ausstellung in der Ausstellung, in der unterschiedliche Erfahrungen, Ausdrucksformen und Perspektiven aufeinandertreffen. Das Museum wird so zu einem Ort, an dem nicht nur Geschichte bewahrt, sondern auch neue Geschichten erzählt werden.
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