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Das Wissen der Alliierten über den Holocaust

2. Juni | 19:00

Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors lädt am 2. Juni 2026 zu einer Abendveranstaltung über das Wissen der Alliierten zum Holocaust ein. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag des Historikers Michael Fleming, moderiert von Elizabeth Harvey.

English: What the Allies knew about the Holocaust

Ausgehend vom deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 – einem entscheidenden Wendepunkt für die systematische Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden – untersucht der Vortrag, wann und in welchem Umfang die Alliierten über den Holocaust informiert waren. Bereits 1941 berichteten britische und amerikanische Medien über Massenerschießungen, und im Dezember 1942 verurteilten alliierte Staaten den nationalsozialistischen Völkermord öffentlich.

Fleming analysiert anhand zeitgenössischer Berichte, insbesondere aus Polen, wie Informationen über Verbrechen in den besetzten Gebieten, einschließlich der Vernichtungslager, nach Großbritannien und in die USA gelangten. Dabei wird deutlich, dass Wissen über den Holocaust zwar vorhanden war, jedoch unterschiedlich verarbeitet, verbreitet oder auch zurückgehalten wurde.

Ein besonderer Fokus liegt auf den Mechanismen der Informationspolitik: Propaganda- und Nachrichtenagenturen spielten eine zentrale Rolle bei der Weitergabe von Wissen an Regierungen und Öffentlichkeit. Gleichzeitig zeigt der Vortrag, dass bestimmte Informationen – etwa über das Lager Auschwitz-Birkenau – nicht vollständig kommuniziert wurden.

Die Veranstaltung beleuchtet damit die komplexe Frage nach Wahrnehmung, Deutung und politischem Umgang mit Wissen über den Holocaust während des Zweiten Weltkriegs.

Mehr unter: topographie.de

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