Hinter verschlossenen Türen lagert das visuelle Gedächtnis eines Kantons: Die Fundaziun Capauliana bewahrt eine der bedeutendsten privaten Sammlungen mit Bezug zu Graubünden. Ein Besuch im Kunstdepot offenbart nun die schiere Vielfalt von fast 30.000 Werken, die eine Liebeserklärung an die rätische Kultur- und Bergwelt sind.
Was einst als private Leidenschaft begann, ist heute ein unschätzbares kulturelles Erbe. Die Fundaziun Capauliana, 1986 von Duri Capaul und seiner Frau Clara Capaul-Hunkeler ins Leben gerufen, ist das Ergebnis einer lebenslangen Sammeltätigkeit. Das Ehepaar widmete sich mit Akribie dem Ziel, Graubünden in all seinen künstlerischen und historischen Facetten zu dokumentieren.
Von Ölgemälden bis zur Postkarte: Ein Panorama Graubündens
Die Sammlung besticht durch ihre beeindruckende Breite. Hier lagern nicht nur klassische Meisterwerke, sondern auch flüchtige Alltagsdokumente:
- Bildende Kunst: Hochwertige Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen namhafter Künstler mit Bündner Bezug.
- Grafische Schätze: Eine umfangreiche Auswahl an Drucken, Plakaten und historischen Landkarten.
- Visuelles Archiv: Tausende von Fotografien und Postkarten, die den Wandel der Landschaft und des gesellschaftlichen Lebens über Jahrzehnte hinweg festhalten.
Ein lebendiges Erbe
Der Besuch im Depot macht deutlich, dass es hier um mehr als reine Konservierung geht. Jedes der rund 30.000 Exponate erzählt eine Geschichte über die Identität Graubündens – von der touristischen Erschließung durch historische Plakate bis hin zur kartografischen Vermessung der Alpentäler.
Dank der Gründung der Stiftung im Jahr 1986 bleibt dieses Lebenswerk der Capauls der Öffentlichkeit und der Forschung erhalten und bildet heute ein zentrales Archiv für die kunsthistorische Aufarbeitung der Region.
Produktion: arttv.ch
Mehr unter: capauliana.ch






