The Rebirth of an Icon: Katlijne Van der Stighelen über Michaelina Wautier im KHM

Das Kunsthistorische Museum (KHM) Wien widmete seinen „Donnerstagabend im Museum“ der Wiederentdeckung der barocken Meisterin Michaelina Wautier. Katlijne Van der Stighelen von der Katholischen Universität Leuven präsentierte die belgische Künstlerin als brillante, vielseitige und avantgardistische Figur des 17. Jahrhunderts.

Am 2. Oktober 2025 fand im Bassano Saal des Kunsthistorischen Museums (KHM) Wien der Vortrag „Michaelina Wautier. The Rebirth of a 17th-Century Iconic Artist“ statt. Prof. Dr. Katlijne Van der Stighelen (Katholische Universität Leuven) stellte die außergewöhnliche Barockkünstlerin Michaelina Wautier (ca. 1614–1689) ins Zentrum.

Die Außergewöhnliche des 17. Jahrhunderts

Michaelina Wautier war in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung in ihrer Zeit. Während viele Künstlerinnen des 17. Jahrhunderts sich auf Blumenstillleben beschränkten, beherrschte Wautier ein beeindruckendes Spektrum:

  • Ikonografische Vielfalt: Sie malte Porträts, Alltagsszenen, religiöse und mythologische Themen.
  • Formatfreiheit: Sie arbeitete in kleinen ebenso wie in monumentalen Formaten.

Diese Vielseitigkeit deutet auf eine herausragende intellektuelle Bildung und eine exzellente künstlerische Ausbildung hin.

Wautier und die Habsburger

Das KHM ist der ideale Ort, um Wautiers einzigartiges Talent zu zeigen. Der große Habsburger Sammler Erzherzog Leopold Wilhelm besaß bereits vier ihrer Gemälde.

Eines dieser Werke, der monumentale Triumph des Bacchus, ist heute ein Höhepunkt der Museumssammlung und zählt zu den emblematischsten Werken einer Künstlerin des frühneuzeitlichen Barock.

In ihrem Vortrag lud Katlijne Van der Stighelen dazu ein, Wautier als brillante, lyrische und vor allem avantgardistische Künstlerin neu zu entdecken.

Der Vortrag fand anlässlich der Ausstellung „Michaelina Wautier, Painter“ statt, die vom 30. September 2025 bis zum 22. Februar 2026 im Kunsthistorischen Museum zu sehen war.

Mehr unter: khm.at

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