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SUMMARY:Lucian Scherman Lecture im Museum fünf Kontinente mit Prof. Dr. Monica Juneja\, Universität Heidelberg
DESCRIPTION:Körper\, Gefühl und Ökologie im Zeitalter vor dem Anthropozän\n\n\n\nWie haben Menschen vergangener Epochen ihre Beziehung zur Natur verstanden? Und was können Kunstwerke über die Beziehungen zwischen Menschen\, Tieren\, Pflanzen und ihrer Umwelt erzählen? \n\n\n\nDiesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Monica Juneja in der Lucian Scherman Lecture im Museum Fünf Kontinente. Unter dem Titel „Der Jäger und das Eichhörnchen. Körper\, Gefühl und Ökologie im Zeitalter vor dem Anthropozän“ untersucht die Kunsthistorikerin\, wie vormoderne Gesellschaften mit der Fragilität und Unberechenbarkeit ihrer Umwelt umgingen. \n\n\n\nKunst als Archiv ökologischer Erfahrungen\n\n\n\nWährend zeitgenössische Kunst häufig auf die ökologischen Krisen der Gegenwart aufmerksam macht\, richtet der Vortrag den Blick zurück auf vormoderne Kunst und Bildwelten. \n\n\n\nSolche Werke können als eine Art Archiv von Erfahrungen mit ökologischer Fragilität gelesen werden. Dabei geht es nicht darum\, vergangene Gesellschaften romantisch zu verklären. Vielmehr fragt Monica Juneja danach\, wie Menschen mit einer instabilen und unvorhersehbaren Biosphäre lebten\, bevor moderne Vorstellungen vom Verhältnis zwischen Mensch und Natur entstanden. \n\n\n\nMensch und Natur neu betrachtet\n\n\n\nWelche Rolle spielte Kunst dabei\, Natur zugleich als Objekt der Verehrung\, der Bedrohung und des Vergnügens darzustellen? \n\n\n\nBilder und Objekte erzählen häufig vordergründig von Göttern und Menschen\, von Liebe und Hingabe oder von religiösen Geschichten. Doch unter dieser Oberfläche lassen sich auch Beziehungen zu Pflanzen\, Bäumen\, Tieren\, Felsen und Landschaften erkennen. \n\n\n\nDer Vortrag lädt dazu ein\, diese Verbindungen neu zu betrachten und die Beziehung zwischen menschlicher und nicht-menschlicher Welt in historischen Kunstwerken sichtbar zu machen. \n\n\n\nWas können wir aus vormoderner Kunst lernen?\n\n\n\nEin besonderer Ausgangspunkt der Lecture ist die Frage\, wie heutige Wissenschaftler in historische Bilder und Objekte „eintauchen“ können\, um darin eine ökologische Imagination zu erschließen. \n\n\n\nDabei steht ein Verständnis von Kunst im Mittelpunkt\, in dem der Mensch nicht als alleiniger Akteur erscheint. Vielmehr entsteht ein Werk im Zusammenspiel zahlreicher menschlicher und nicht-menschlicher Akteure. \n\n\n\nDiese Perspektive eröffnet einen neuen Blick auf die Kunstgeschichte und auf die Frage\, wie Gesellschaften ihre Umwelt wahrgenommen\, gestaltet und interpretiert haben. \n\n\n\nBezug zur Ausstellung „Krishna. Religion\, Kunst und Popkultur“\n\n\n\nDer Vortrag knüpft unter anderem an die aktuelle Sonderausstellung „Krishna. Religion\, Kunst und Popkultur“ im Museum Fünf Kontinente an. \n\n\n\nAnhand ausgewählter Bildwelten untersucht Monica Juneja den Zusammenhang zwischen künstlerischer Produktion und den Alltagserfahrungen ihrer Schöpfer. Dabei geht es um die wechselhaften Beziehungen zwischen den Menschen und den sie umgebenden menschlichen und nicht-menschlichen Welten. \n\n\n\nDie Ausstellung bietet damit einen konkreten Ausgangspunkt\, um über Kunst\, Religion\, Ökologie und gesellschaftliche Vorstellungen von Natur nachzudenken. \n\n\n\nProf. Dr. Monica Juneja\n\n\n\nProf. Dr. Monica Juneja ist Senior Professorin für Globale Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg. Ihre Forschung beschäftigt sich unter anderem mit transkulturellen Perspektiven auf Kunstgeschichte und der Frage\, wie Kunstgeschichte global gedacht und geschrieben werden kann. \n\n\n\nIhr jüngstes Buch „Can Art History be Made Global? Meditations from the Periphery“ erschien 2023 bei De Gruyter und wurde mit dem Opus-Magnum-Preis der VolkswagenStiftung ausgezeichnet. \n\n\n\nJuneja ist außerdem Preisträgerin des Meyer-Struckmann-Preises für herausragende Leistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie des Distinguished Teaching of Art History Award 2024 der CAA. \n\n\n\nGlobale Kunstgeschichte und transkulturelle Forschung\n\n\n\nMonica Juneja ist Herausgeberin der Reihe „Visual and Media Histories“ bei Routledge und Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Redaktionsbeiräte\, darunter für „Ding\, Materialität\, Geschichte“\, „Ästhetische Praxis“ und „History of Humanities“. \n\n\n\nZudem ist sie Mitherausgeberin des Journal of Transcultural Studies und Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Beiräte\, unter anderem des Tate-Hyundai Research Centre in London\, des Exzellenzclusters „Eurasian Transformations“ an der Universität Wien\, des Max-Weber-Forums in Delhi und des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste. \n\n\n\nKunstgeschichte im Zeichen ökologischer Fragen\n\n\n\nDie Lucian Scherman Lecture verbindet damit globale Kunstgeschichte\, Ökologie und die Geschichte menschlicher Naturvorstellungen. \n\n\n\nDer Blick in die vormoderne Vergangenheit zeigt\, dass die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt keineswegs nur ein Thema der Gegenwart ist. Kunstwerke können vielmehr sichtbar machen\, wie Menschen zu unterschiedlichen Zeiten mit Tieren\, Pflanzen\, Landschaften und den Kräften ihrer Umwelt verbunden waren – und welche Gefühle\, Konflikte und Vorstellungen daraus entstanden. \n\n\n\nBildnachweis für das Porträt im YouTube Startbild: © Anna Echtenacher \n\n\n\nMehr unter: www.museum-fuenf-kontinente.de
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SUMMARY:Next Door - Ausstellungseröffnung im Hamburger Bahnhof
DESCRIPTION:Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart Rieckhallen\, Am Hamburger Bahnhof\, Berlin-Mitte© Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart | Foto: David von Becker\n\n\n\nZum 30-jährigen Jubiläum des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart kehren Tacita Dean\, Thomas Demand\, Olafur Eliasson\, Henrik Håkansson und Tomás Saraceno an einen Ort zurück\, der ihre künstlerischen Laufbahnen entscheidend geprägt hat. In der Gruppenausstellung „Next Door“ präsentieren sie neue\, großformatige Arbeiten und knüpfen damit an die Zeit an\, als sie in den frühen 2000er-Jahren ihre Ateliers in den benachbarten Lagerhäusern hatten\, die später teilweise in das Museum integriert wurden. \n\n\n\nDie Ausstellung vereint fünf unterschiedliche künstlerische Handschriften\, die ihren gemeinsamen Ausgangspunkt am Hamburger Bahnhof aufgreifen und in aktuellen Werken weiterentwickeln. Tacita Dean realisiert gemeinsam mit Bruce Nauman einen neuen Film\, der auf Naumans ortsspezifische Installation Room with My Soul Left Out\, Room That Does Not Care Bezug nimmt. Thomas Demand lässt großformatige Fotografien in schwebenden Pavillons den Ausstellungsraum neu strukturieren\, während Olafur Eliasson Klang in visuelle Lichtphänomene übersetzt. Henrik Håkansson widmet sich in einer Videoinstallation den komplexen Zusammenhängen ökologischer Systeme anhand der Bewegungen eines Schmetterlings. Tomás Saraceno zeigt erstmals seit über 15 Jahren wieder seine Installation 14 Billions (Working Title) und erweitert sie um aktuelle Forschungen zu Spinnennetzen und dem Wandel von Arachnophobie zu Arachnophilie. \n\n\n\n„Next Door“ ist Teil des umfangreichen Jubiläumsprogramms zum 30-jährigen Bestehen des Hamburger Bahnhofs. Mit acht Sonderausstellungen\, einer neuen Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerten blickt das Museum auf seine Geschichte und zugleich in die Zukunft der zeitgenössischen Kunst. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026 mit einer internationalen Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen und einer 30-stündigen Öffnung des Museums. \n\n\n\nBegleitend erscheint ein Ausstellungskatalog in der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs. Kuratiert wird „Next Door“ von Sam Bardaouil\, Direktor des Hamburger Bahnhofs\, und Ulya Soley\, Kuratorin des Hauses. Die Ausstellung wird von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. unterstützt.
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LOCATION:Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart\, Invalidenstraße 50\, 10557 Berlin
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