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	<title>vergessene Künstler Moderne &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Zwischen Wirklichkeit und Traum: Das Sprengel Museum entdeckt Otto Gleichmann neu</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 08:35:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Verzerrte Proportionen, katzenartige Augen und düstere Atmosphären – das Sprengel Museum Hannover widmet einem nahezu vergessenen Expressionisten eine große Retrospektive. Ein fast vergessener Künstler kehrt zurück Vom 1. August bis [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verzerrte Proportionen, katzenartige Augen und düstere Atmosphären – das Sprengel Museum Hannover widmet einem nahezu vergessenen Expressionisten eine große Retrospektive.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/07/03_Otto-Gleichmann_Portraet_kl.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="747" height="1024" src="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/07/03_Otto-Gleichmann_Portraet_kl-747x1024.jpg" alt="Schwarzweiss-Foto. Otto Gleichmann steht vor seinem Bild mit verschränkten Armen und Blickt in die Kamera. In der rechten Hand hält er eine Tabakspfeife." class="wp-image-116501" srcset="https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/07/03_Otto-Gleichmann_Portraet_kl-747x1024.jpg 747w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/07/03_Otto-Gleichmann_Portraet_kl-219x300.jpg 219w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/07/03_Otto-Gleichmann_Portraet_kl-768x1053.jpg 768w, https://www.museumsfernsehen.de/wp-content/uploads/2026/07/03_Otto-Gleichmann_Portraet_kl.jpg 775w" sizes="(max-width: 747px) 100vw, 747px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Porträt Otto Gleichmann vor seinem Gemälde „Strahlen-Stürzen“, <br>Repro: Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Ein fast vergessener Künstler kehrt zurück</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 1. August bis 1. November 2026 zeigt das Sprengel Museum Hannover mit „Zwischen Wirklichkeit und Traum. Otto Gleichmann und der Expressionismus in Hannover&#8221; eine umfangreiche Retrospektive mit über 110 Werken. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Gleichmann" target="_blank" rel="noopener">Otto Gleichmann </a>(1887–1963) gehörte zur späteren Generation des deutschen Expressionismus, war Mitglied der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hannoversche_Sezession" target="_blank" rel="noopener">Hannoverschen Sezession</a> und zu seiner Zeit weit über Hannover hinaus bekannt – und ist heute nahezu vergessen. Museumsdirektor Reinhard Spieler sieht in der Ausstellung die Möglichkeit, „dieses bedeutende expressionistische Werk neu zu entdecken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Bildsprache zwischen Einsamkeit und Hoffnung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichmanns Gemälde und Papierarbeiten changieren zwischen realer Erfahrung – dem Ersten Weltkrieg, dem Großstadtleben – und affektiven, ungegenständlichen Darstellungen dieser oft leidvollen Wirklichkeit. Verzerrte Proportionen, rätselhafte Atmosphären und Figuren mit weit aufgerissenen, katzenartigen Augen unterstreichen diesen steten Wechsel zwischen „zwischen Wirklichkeit und Traum“. Kuratorin Karin Orchard beschreibt seinen Blick als einen von „großer Sensibilität und humanitärem Mitgefühl&#8221; – gerichtet nicht auf das Individuum, sondern auf den Menschen als Typus, zerrissen zwischen Einsamkeit und Hoffnung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lotte Gleichmann-Giese: Eine Künstlerin tritt aus dem Schatten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals in größerem Umfang präsentiert die Ausstellung auch das Werk von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lotte_Gleichmann" target="_blank" rel="noopener">Lotte Gleichmann-Giese </a>(1890–1975), Ehefrau und Künstlerin, die ihren Mann an der Kunstakademie in Breslau kennenlernte. Ein Großteil ihres Werkes wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört – was erhalten ist, verdient nun endlich eigene Sichtbarkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hannover als Avantgarde-Zentrum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung kontextualisiert Gleichmanns Werk mit Positionen anderer Künstlerinnen und Künstler, die in Hannover tätig oder ausgestellt waren: Max Beckmann, Otto Dix, Paul Klee, Emil Nolde, Kurt Schwitters, Käte Steinitz, Lyonel Feininger und Marianne von Werefkin. Gleichmanns Wohnung – von Zeitgenossen als „Montmartre von Hannover&#8221; bezeichnet – war Treffpunkt der lokalen Kunstszene und überregionaler Gäste. Die Schau ist damit auch ein Beitrag zur Erforschung der hannoverschen Avantgarde, die das Sprengel Museum nach Ausstellungen zu Grethe Jürgens (2024) und Käte Steinitz (2025) konsequent weiterführt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">114 Werke, ein Zeichentisch und ein Katalog</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt 114 Malereien und Papierarbeiten – zur Hälfte aus dem eigenen Bestand, ergänzt durch Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Ein Zeichentisch lädt Besucherinnen und Besucher zur aktiven Teilnahme ein. Zum Abschluss erscheint ein Katalog im Snoeck Verlag. Kuratiert von Karin Orchard, assistiert von Nora Niefanger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="http://www.sprengel-museum.de" target="_blank" rel="noopener">www.sprengel-museum.de</a></p>
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