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	<title>Universität Passau &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Antisemitismus im 21. Jahrhundert: Ein Phänomen zwischen Tradition und Postfaktizität</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 09:59:38 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der 7. Oktober 2023 markierte eine Zäsur – nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in der gesellschaftlichen Debatte in Deutschland. Die Reaktionen auf den Terrorangriff der Hamas machten eines schmerzlich deutlich: Antisemitismus ist keine historische Fußnote, sondern eine präsente Gefahr. Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus widmet diesem Thema nun die Schwerpunktreihe „Immer noch. Antisemitismus in Deutschland“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Auftakt macht der renommierte Politologe <strong>Prof. Dr. Lars Rensmann</strong>, der in seinem Vortrag die tief verwurzelten Ursachen und die oft subtilen, modernen Erscheinungsformen des Judenhasses analysiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Chamäleon des Hasses: Neue Formen, alte Muster</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Antisemitismus ist im 21. Jahrhundert wandlungsfähig. Rensmann beleuchtet in seinem Vortrag, warum das Ressentiment auch nach dem Holocaust nicht verschwunden ist, sondern sich transformiert hat:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Postfaktischer Antisemitismus:</strong> In einer Zeit von Fake News und Verschwörungsmythen finden antisemitische Narrative in sozialen Medien neuen Nährboden.</li>



<li><strong>Israelbezogener Antisemitismus:</strong> Die Grenze zwischen legitimer Kritik an der Politik des Staates Israel und der Dämonisierung oder Delegitimierung des jüdischen Staates wird oft bewusst verwischt.</li>



<li><strong>Politischer Antisemitismus:</strong> Wie nutzen extremistische Bewegungen – von rechts wie von links – das Feindbild „Jude“, um demokratische Institutionen zu untergraben?</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Ursachenforschung und Handlungsoptionen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lars Rensmann, dessen aktuelle Monographie <em>„Politischer Antisemitismus im postfaktischen Zeitalter“</em> (2025) als Standardwerk gilt, geht über die bloße Bestandsaufnahme hinaus:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Ursachen:</strong> Welche psychologischen und soziologischen Mechanismen führen dazu, dass Menschen in Krisenzeiten nach Sündenböcken suchen?</li>



<li><strong>Verbreitung:</strong> Wo genau in der Mitte der deutschen Gesellschaft ist Antisemitismus heute verortet?</li>



<li><strong>Prävention:</strong> Was lässt sich ganz konkret gegen den Hass tun – im Alltag, in der Bildung und in der Politik?</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading">Über den Referenten</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prof. Dr. Lars Rensmann</strong> ist Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Regierungslehre an der Universität Passau. Er gilt als einer der führenden Experten für die Erforschung von Antisemitismus in modernen Demokratien und hat zahlreiche international beachtete Studien zu diesem Themenkomplex veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.theodor-heuss-haus.de/theodor-heuss-haus" target="_blank" rel="noopener">www.theodor-heuss-haus.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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