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	<title>Sigmund Freud Museum Wien &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Ausstellungseröffnung: Der Fall Freud. Dokumente des Unrechts im Sigmund Freud Museum Wien</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 11:18:22 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung <strong>„Der Fall Freud. Dokumente des Unrechts“</strong> im <strong>Sigmund Freud Museum Wien</strong> beleuchtet die letzten Monate der Familie Freud im nationalsozialistischen Wien und die Ereignisse nach deren Vertreibung. Im Zentrum steht die <strong>systematische Beraubung Sigmund Freuds und seines Bruders Alexander</strong> – ein Kapitel, das bislang kaum dokumentiert war. Zugleich vertieft die Schau das Wissen um das tragische Schicksal ihrer <strong>vier Schwestern Rosa, Maria, Adolfine und Pauline</strong>, die 1942 von den Nationalsozialisten ermordet wurden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Unveröffentlichte Täterdokumente</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals zeigt das Museum bislang <strong>unbekannte Unterlagen aus dem Nachlass des „kommissarischen Verwalters“</strong> des Internationalen Psychoanalytischen Verlags, den die Nationalsozialisten eingesetzt hatten. Diese Akten bilden das Herzstück der Ausstellung. In Verbindung mit hunderten <strong>Originalakten, Geschäftsbriefen und Vermögenslisten</strong> zeichnen sie ein präzises Bild der <strong>bürokratisch organisierten Enteignung</strong> der Familie Freud.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dokumente belegen eine weitere Dimension der NS-Willkür: Zwar konnte <strong>Sigmund Freud 1938 mit seiner Familie und seiner Einrichtung aus der Berggasse 19 nach London emigrieren</strong>, doch hinter den Kulissen entzog ihm das Regime über den Verlag nahezu alle Finanzmittel. <strong>Sein Sohn Martin Freud</strong>, Geschäftsführer des Verlags, wurde dabei massiv unter Druck gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Alexander Freud</strong>, Inhaber des „Allgemeinen Tarif-Anzeigers“ und international anerkannter Frachtexperte, wurde um sein Vermögen gebracht. Nur durch die <strong>vollständige Enteignung</strong> konnte er mit seiner Frau über Zürich nach London und weiter nach Kanada fliehen.<br>Seine <strong>vier Schwestern</strong> jedoch blieben in Wien zurück – <strong>beraubt, entrechtet, deportiert und 1942 ermordet</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung führt vor Augen, wie eng ökonomische Vernichtung und physische Gewalt im NS-System verflochten waren – und dokumentiert damit ein bisher kaum beleuchtetes Kapitel der Familiengeschichte Freuds.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.freud-museum.at" target="_blank" rel="noopener">www.freud-museum.at</a></p>
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