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	<title>Jüdisches Museum Berlin Veranstaltung &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Stimmen aus dem verborgenen Archiv: Queere Biografien im Nationalsozialismus</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 10:43:08 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Jüdische Museum Berlin holt an einem Abend die Geschichten zurück, die die Geschichte fast verschluckt hätte – mit Zeitzeugen-Interviews, Podiumsgespräch und der Frage, wie queere Leben in Archiven überhaupt sichtbar werden.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Viertel, das für Freiheit stand – und was daraus wurde</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Viertel rund ums Jüdische Museum Berlin war in der Weimarer Republik ein pulsierender Ort queeren Kultur- und Nachtlebens. Magnus Hirschfeld eröffnete am Tiergarten mit dem weltweit ersten Institut für Sexualwissenschaft einen Schutzraum für homosexuelle und trans* Personen. Die Nationalsozialisten diffamierten es als „jüdisch&#8221;, schlossen es gewaltsam und zerstörten es. Was folgte, war Verfolgung, Deportation, Emigration – das Ende einer kurzen, aber bedeutsamen Epoche der Freiheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zeitzeugen-Interviews: Stimmen, die zurückkehren</h3>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Abend holt das Jüdische Museum Berlin diese Stimmen zurück nach Berlin. Gemeinsam mit dem amerikanischen Autor und Podcaster Eric Marcus sind Zeitzeuginnen- und Zeitzeugen-Interviews aus seinem Podcast „Making Gay History&#8221; zu hören – persönliche Zeugnisse aus einer Zeit, in der das bloße Anderssein lebensgefährlich war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Podiumsgespräch: Wie findet man, was Archive verbergen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss diskutierten Eric Marcus, Janin Afken und Kai* Brust, über die besonderen Herausforderungen queerer Biografieforschung. Denn Archive sind keine neutralen Orte: Ihre Ordnungssysteme machen lesbische, schwule und trans* Lebensgeschichten oft unsichtbar – strukturell, nicht zufällig. Wie lassen sich dennoch Spuren finden und rekonstruieren? Wie können unterschiedliche, miteinander verknüpfte Verfolgungserfahrungen sichtbar gemacht werden? Und ist der Begriff „queer&#8221; für die historische Analyse überhaupt angemessen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anika Reichwald, Kuratorin der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin, moderierte das Gespräch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Frage, die über den Abend hinausweist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend stellt Fragen, die weit über die Veranstaltung selbst hinausreichen: Was geht verloren, wenn Biografien in Archiven systematisch unsichtbar gemacht werden? Und welche Verantwortung tragen Museen und Gedenkstätten dafür, diese Lücken zu schließen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.jmberlin.de" target="_blank" rel="noopener">www.jmberlin.de</a></p>
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